Sonntag, 10. September 2017

Sonntagstalk

Gekauft


Öhm. Ja. Es war Stoffmarkt. Muss ich mehr sagen?
Mein Stash ist signifikant gestiegen....
Aber hey, ich habe keine Zeitungen gekauft.

Stoffmarktausbeute


Genäht


Ich war fleißig! Ich habe Euch ja letztens schon die tolle kurze Hose gezeigt, die ich mir für den Urlaub genäht habe. Jetzt ist aus dem selben Schnittmuster noch eine lange Hose entstanden. Dieses Mal habe ich ein gewebte Viskose-Baumwoll-Gemisch genommen und den Bund aus Jersey genäht - ohne Ösen, nur mit eingenähtem Gummiband. Und die Hose ist super bequem und perfekt für den Urlaub!

Außerdem habe ich mir noch ein Top genäht. Das Schnittmuster habe ich aus einer Simply Nähen, allerdings etwas abgewandelt, sowohl in der Stoffwahl als auch im Schnitt. Naja, so richtig zufrieden bin ich nicht. Es war viel viel viel zu weit und der Halsausschnitt ist mal wieder ausgeleiert. Mit ein paar Änderungen ist es tragbar und für den Urlaub ok, aber ganz sicher nicht mein Meisterstück.


Entdeckt


Ich bin völlig vernarrt in Podcasts, eigentlich egal zu welchem Thema. Zum Nähen aber natürlich ganz besonders. In deutsch kenne ich leider nur einen (5 cm Nahzugabe), von dem es momentan aber auch nur noch selten neue Folgen gibt. Also müssen wir auf Englische ausweichen. Kein Problem, da gibt es nämlich einiges. Hier habe ich eine ganze Liste gefunden.
Und ich höre mich durch.

Zuerst habe ich Sewing Out Loud gehört. Der Podcast wird von Zede (der Mutter) und Malory (der Tochter) gesprochen. Sie erzählen vor allem über ihr eigenes Nähbusiness und geben Tipps zum Nähen. Die Soundqualität ist sehr gut. Aber ich gestehe, mehr als drei Folgen habe ich nicht geschafft. Die beiden gehen mir auf den Keks. Vor allem Zede fällt ihrer Tochter ständig ins Wort und sie haben auch einige merkwürdige Ansichten. Außerdem gibt es relativ viel Werbung. Und dass sie eine Stunde sich quasi nur darüber beschwert haben, wie schwierig es doch sei, Nähvideos zu machen: Mädels, dann lasst es doch!

Also bin ich zum nächsten gehüpft und habe dem Maker Style Podcast probiert. Der Podcast wird von der 21-jährigen Rachel gesprochen. Sie ist so das typische All-American Girl. Alle sind "supersweet" und "awesome" und alles ist "soooo exciting". Aber irgendwie ist sie sympathisch und ich mag ihre Interviews mit anderen Näherinnen, die sich mit dem Nähen ein Business aufgebaut haben. Leider ist ihre Soundqualität nicht immer besonders gut, aber ich habe bisher ja nur ihre ersten Podcasts gehört und hoffe, dass es besser wird. Ihre Shownotes sind auch Klasse, da gibt es ständig Neues interessantes zu entdecken!

Donnerstag, 31. August 2017

Kurze Hose aus Holidayhose von lenipepunkt

Wie für so viele andere Frauen auch, ist Hosen kaufen für mich immer ein Graus. Mir passt einfach nichts von der Stange. Für die meisten Marken bin ich zu kurz bei zu viel Hintern und zu viel Taille. Dazu noch ein hübsches Hohlkreuz und das Chaos ist perfekt. Wenn ich eine Hose über den Hintern bekomme, steht sie garantiert im Rücken meterweit ab, so dass selbst Gürtel anfangen zu weinen. Kurz danach ist es dann meist bei mir so weit, wenn ich die drölfzigste Hose in der Umkleidekabine zur Seite packe…

Für den noch anstehenden Sommerurlaub in tropischen Gefilden brauchte ich unbedingt noch eine kurze Hose und ich hatte wenig Lust, mir wieder das Hosenkauf-Drama anzutun. Also warum nicht mal probieren, selbst was zu schneidern? Aber ist das nicht viel zu kompliziert, weil Reißverschluss und ich garantiert 97 Abnäher an den unterschiedlichsten Stellen brauche und überhaupt?

Als lenipepunkt ihre Holiday-Hose veröffentlicht hat, hab ich also mal allen Mut zusammen genommen. Die sah nämlich schick aus und mit Gummizug auch nicht zu kompliziert, für ein Nähanfängerhascherl wie mich.

Kurze Hose nähen nach holidayhose von lenipepunkt


Der Stoff:


Bei idee habe ich dann einen tollen leichten Baumwolljersey gefunden, der etwas Stand hat und etwas dehnbar ist. Außerdem braucht man noch etwa 1 m Gummiband und etwa 80 cm Kordel für den Bund.

Das Nähen


Beim Schnittmuster habe ich erst einmal einen Schreck bekommen, weil die Größentabelle mir eine Größe angegeben hat, die ich bisher noch nie gebraucht habe. Aber Schreck beiseite, ich muss ja kein Größenlabel einnähen! Für die Hüfte habe ich dann vorsichtshalber gleich noch ein bisschen mehr dazu gegeben.

Das Nähen hat ganz gut funktioniert. Ich habe mich hier strickt an die wirklich gut beschriebene Anleitung gehalten. Zuerst habe ich alle Schnittteile mit dem Fake-Overlockstich und entsprechendem Füßchen versäubert. Auf die Taschenkanten habe ich Nahtband aufgebügelt, damit die Kante nicht ausleiern kann. Und ich kann stolz behaupten, dass ich Eingrifftaschen so langsam beherrsche – die hatte ja auch mein Hollyburn Rock schon.

Kurze Hose nähen nach holidayhose von lenipepunkt

Das Anpassen


Die Seiten habe ich dann erst einmal mit einem Heftstich genäht, um zu gucken, ob es passen würde. Und? Genau das gleiche Problem, wie bei Kaufhosen auch. An der Hüfte recht eng, an der Taille um einen halben Meter zu viel. Aber hey, dafür nähen wir ja, um Schnitte auf uns anpassen zu können! Also habe ich an den Seiten jeweils 3 cm in einem Keil verengt. Schon besser, aber im Rücken immer noch zu viel Stoff. Also habe ich hier 2 Abnäher genäht – einfach frei Schnauze jeweils 11 cm tief und 3 cm breit. Bei der nächsten Anprobe hättet Ihr mich durchs Zimmer hüpfen sehen können – es passte – ein bisschen höher hätte es sein dürfen, aber dafür kommt ja noch ein hoher Bund ran! 

Ösen anbringen


Nun nur noch schnell den Bund annähen und fertig. Öhmmmm – „nur noch schnell“ war natürlich Murks, sprich, der Bund falsch rum dran mit den Ösen nach innen. A propos Ösen – hiermit habe ich gleich noch einmal Neuland betreten. Zum Glück habe ich es erst auf einem Probestück getestet, die ersten Ösen waren nämlich auch vergnießdattelt, bis ich verstanden habe, wie rum ich die Zange halten muss, wie das Werkzeug da rein muss und wie die Ösen. Auch das ist irgendwie eine Wissenschaft für sich! Zum Glück gibt es Youtube-Videos! Den Bund habe ich also noch einmal abgetrennt und richtig rum genäht. Dann noch schnell säumen und ich konnte mich über eine gut sitzende kurze Hose freuen.

Aus dem gleichen Schnittmuster will ich mir noch eine lange Hose nähen. Dafür habe ich eine nicht dehnbare Viskose ausgesucht und sogar schon zugeschnitten. Hier habe ich dann noch eine Änderung für mehr Po eingefügt und mich dabei an die Anleitung im Burda Buch „Nähen leicht gemacht“ gehalten. Das ist wirklich super erklärt. Ich bin gespannt, wie diese Hose sitzen wird.

Kurze Hose nähen nach holidayhose von lenipepunkt

Stoff: Baumwolljersey von idee, etwa 1,20 m. Gekauft habe ich 1,50 m für insgesamt 12,60 Euro im Sommerschlussverkauf. Kordel von Alles für Selbermacher

Anpassungen: In der Hüfte etwas breiter, dafür in der Taille in den Seiten jeweils 3cm enger und zusätzlich hinten 2 Abnäher. Hinter Mitte etwa 1,5 cm mehr Höhe.

Fazit: Meine erste Hose! Und ich bin wirklich zufrieden - so sehr, dass ich sogar schon Stoff für eine lange Hose nach gleichem Schnittmuster geschnitten habe.

Kurze Hose nähen nach holidayhose von lenipepunkt

Ab damit zu rums.

Sonntag, 27. August 2017

Sonntagstalk am 27. August 2017

Gekauft


Keine Stoffe!
Aber dafür bin ich mit den Nähzeitschriften etwas eskaliert. Endlich habe ich die La Maison Victor im Laden entdeckt, da schwärmen ja so viele Näherinnen von. Aber ich muss gestehen, ich bin ein bisschen enttäuscht. Für den Preis sind nur wenige Schnittmuster enthalten und die hauen mich auch nicht gerade vom Hocker. Außerdem habe ich mit mal die Simply Nähen gegönnt und die gefällt mir richtig gut. Da sind viele schöne Schnitte drin. Und naja, die aktuelle Burda natürlich.




Genäht


Ich war fleissig und habe wir angekündigt ab meiner Urlaubsgardrobe gearbeitet. Eine kurze Hose ist fertig geworden und auf die bin ich richtig stolz. Hosen kaufen ist bei mir nämlich immer ein Akt: viel Hintern, Hohlkreuz und relativ schmale Taille. Da passt einfach nichts von der Stange. Und was soll ich sagen: die kurze Hose passt! Ich musste ein bisschen anpassen, aber das erzähle ich Euch diese Woche in einem eigenen Post etwas näher.

Außerdem habe ich schon Stoff für eine lange Hose nach gleichem Schnittmuster und für ein Top geschnitten.


Entdeckt


Es gibt einen neuen Podcast zum Thema nähen: Love to sew. Gesprochen wird dieser von Helen von Helen's Closet und von Caroline von Blackbird Farbrics. Bisher habe ich die erste Folge gehört, in der sich die beiden vorstellen (sehr sympathisch übrigens) und die zweite, in der Jenny Rushmore interviewt wird. Jenny hat mit Cashmerette anscheinend sehr erfolgreich (und sehr professionell von dem was sie erzählt) ein Curvy Sewing Label auf die Beine gestellt. Die Schnittmuster auf ihrer Seite gefallen mir recht gut, z.B. ist da ein Kleid, in das ich mich ein bisschen verliebt habe und das auf meine Weihnachtskleid-Short List kommt. 

Und irgendwie habe ich über die Links zu den Podcasts einen interessanten Artikel zum Organisieren von Schnittmustern gefunden: How to organize your sewing projects with Trello. Trello ist so eine Art listenbasiertes Orga-Tool von dem ich in anderem Zusammenhang (To do's mit KANBAN) schon gehört habe. Da ich Listen und sortieren und überorganisieren ja mag, hab ich das gleich mal angefangen umzusetzen. Mal schauen, wie weit ich komme. Ich werde berichten!


Gibt es noch mehr so verrückte wie mich, die alles inventarisieren, katalogisieren und sortieren müssen? Wie macht Ihr das?

Sonntag, 13. August 2017

Sonntagstalk am 13. August 2017

Während der beste Grillmeister der Welt gerade die Medaille für den Sieg der Staffel beim 100 Meilen von Berlin-Lauf entgegen nimmt, erzähle ich Euch, was sich bei mir so nähtechnisch ergeben hat.

Gekauft


Bevor es im Herbst in den Sommerurlaub geht, möchte ich meine Urlaubsgardrobe noch ein bißchen aufmotzen.

Dafür brauchte ich noch etwas passenden Stoff. Wie das immer so ist, man hat zwar viel Stoff zu Hause, aber irgendwie doch nicht den richtigen. Zum Glück ist bei idee schon Sommerschlussverkauf für die Sommerstoffe, so dass man da 30% sparen kann.

Stoffe von idee


Außerdem habe ich noch ein paar passende Schnittmuster erworben. Die holiday Hose von lenipepunkt sieht sehr bequem aus und man kann sie in kurz und in lang nähen.  Dann habe ich noch bei Nähkind zugeschlagen und mir das Kleid Honigsüß und die Tunika Prachtmädchen bestellt.

Genäht


Naja, so richtig viel voran gekommen bin ich nicht.

Von meinen Sommerurlaubsplänen habe ich ja schon erzählt. Vor allem eine kurze Hose und eine dünne Relaxhose für den Flug brauche ich noch, das ein oder andere Top und ein Kleidchen wäre auch nicht verkehrt. Und das Bikini-nähen habe ich mir ja auch in den Kopf gesetzt.

Begonnen habe ich mit dem Bikini nach dem Schnitt Victoria von Pattydoo. Da habe ich mir erst mal aus einen Jersey eine Probehose genäht. Statt des breiten Gummis habe ich einfach nur mit Wäschegummi gesäumt. Die passt auch ganz gut, etwas höher darf sie gern werden, dafür einen an den Seiten 1 cm weniger.
Viele nähen sich ja Unterwäsche aus Jersey  - ich glaube, das ist auf Dauer nichts für mich, ich mag Microfaser dann doch deutlich lieber.

Bikini Victoria von Pattydoo nähen


Da mir das aber mit dem Bikini doch alles etwas zu lange dauert - ist ja eine ganz schöne Fummelei - habe ich das Projekt erst mal beendet und nun mit der Holiday-Hose weiter gemacht. Da brauche ich ja nur ein Schnittmuster, das ich sowohl für die lange als auch die kurze Hose nutzen kann. Mit der kurzen habe ich angefangen, da bin ich auch schon recht weit. Die wird wohl sogar heute fertig. Ich bin ja sehr gespannt, wie sie sitzt! Das wird übrigens meine erste  selbst genähte Hose!

holiday Hose von lenipepunkt


Danach mache ich dann mit dem Top weiter. Entweder die Lady Topas oder ein Top, das vor einiger Zeit in der Simply nähen enthalten war.

Achja, einen neue Nähzeitschrift durfte natürlich auch einziehen: die "Meine Nähmode" von Simplicity habe ich mir ausgesucht. Die hat wirklich schöne Schnittmuster, nicht zu ausgefallen, aber trotzdem sehr vieles dabei, was ich mir gern nähen würde. Könnte mir jetzt bitte noch jemand entsprechend Zeit freischaufeln? Ich habe hier inzwischen mit den Zeitschriften so viele Schnittmuster hier, dass ich wohl die nächsten 10 Jahre nähen könnte. Komischer Weise nähe ich fast nur Schnittmustern aus eBooks. Das will ich ändern. Ab Herbst setze ich mir die Challenge, pro Monat mindestens ein SM aus einer Zeitschrift zu nähen. Ich bin mal gespannt, ob das klappt.

Entdeckt


Schon vor einer ganzen Weile habe ich Schnittherzchen gelesen - einem Plotterservice für Schnittmuster. Da ich ja das Ausdrucken, Schneiden und Kleben hasse, weil es so unendlich viel Zeit kostet, musste ich den Service natürlich mal ausprobieren. Ich werde da in einem späteren Post noch einmal genauer drüber berichten, aber kurz gesagt: es funktioniert super, man muss nur ein paar Tage Geduld haben, bis das Schnittmuster zu Hause eintrifft.




Dienstag, 1. August 2017

Shirt Anton aus Lycra

Der beste Grillmeister der Welt kann nicht nur nur hervorragend grillen, erst ist auch noch leidenschaftlicher Läufer und sogar schon Marathon gelaufen. Und er hat auch mich zum Laufen gebracht, schon ein kleines Wunder - auch wenn ich längst nicht so diszipliniert bin.



Als die Shapelines-Lycras von Mamasliebchen erschienen sind, habe ich mir in den Kopf gesetzt, ein Laufshirt für meinen Besten zu nähen. Als der Lycra dann eeeeendlich da war (eine Woche vor Henrys Geburtstag...), war ich skeptisch, ob der Stoff wirklich für ein Shirt geeignet ist, da er doch recht dick ist - also eher Badeanzugstoff, weniger Sportfunktionsstoff. Na gut, ist halt Lycra...



Das Schnittmuster war dann relativ schnell gefunden: Das Muskelshirt Anton von Mamili_1910 sollte es werden. Das Vorbereiten des Schnittmusters ging schnell, letztendlich sind es ja nur zwei Teile je eins für Vorder- und Rückseite, die im Bruch geschnitten werden. Und dann noch die Streifen für die Ausschnitte.



Das Schneiden des Lycras ging recht gut. Der rutscht zwar etwas, aber gut gesteckt klappt das mit dem Rollschneider gut. Das Annähen des Ausschnittstreifens hat auch noch gut geklappt. Nicht schön wurden die Armausschnitte. Da waren die Streifen zu kurz und der Stoff schlug Falten - also noch einmal abtrennen, Streifen länger schneiden und erneut annähen. Viiiiel besser, auch wenn ich nicht 100% glücklich bin mit den Ausschnittstreifen. Ich fürchte, die Oberfadenspannung war etwas zu fest.
Genäht habe ich alle Nähte und auch die Streifen mit dem Sägezahnstich. Lediglich den Saum habe ich dann mit dreifach geteiltem Zickzackstich angenäht.


Und was sagt der beste Grillmeister zu seinem neuen Laufshirt: er war tatsächlich begeistert. Es trägt sich wohl total angenehm, sitzt perfekt und nichts reibt, selbst dann nicht, wenn es nass wird. Er hat sogar um ein Langarmshirt aus dem Stoff gebeten.

Schnitt: Muskelshirt Anton von Mamili_1910

Stoff: Lycra "Shapelines" von Mamasliebchen, etwa 1 m

Anpassungen: um etwa 3 cm verlängerte Ausschnittstreifen für die Arme

Fazit: Mein erstes Mal mit Lycra lief recht gut. Gut, dass ich noch viel davon habe und weitere Projekte damit angehen kann: Bikini, Laufhose, ggf. noch ein Langarmshirt.


Sonntag, 30. Juli 2017

Sonntagstalk am 23. Juli 2017

Gekauft


Menno. Ich habe schon wieder Stoff gekauft.
Susanne von Raxn hat in ihrem Shop ein paar Reststücke ihrer Designs verkauft. Da hab ich zugeschlagen.
Die sind aber auch schön. Dieses Mal habe ich zwei Mal 2,50 m genommen, weil ich festgestellt habe, dass für die Kleider, die ich gern nähen würde, 2 Meter in der Regel nicht reichen.


Genäht


Meine Sara habe ich Euch ja schon gezeigt. Ansonsten nix. Nada. Ich hab irgendwie eine Blockade. Bei meiner Nähkind-Bluse geht es nicht so recht weiter, ich trau mich nicht so recht an den Saum und außerdem weiß ich jetzt schon, dass sie mir so 4 Kilo zu eng ist und da fehlt natürlich auch etwas die Motivation. Vermutlich sollte ich sie einfach mal von Püppi nehmen und tief im Stand verstauen. Und dann auf zu Neuem.

Eins der nächsten Projekte wird wohl ein Bikini werden. Lycra habe ich ja genug da.
Letzte Woche ist von TINAlisa Schnittdesign eine Bademodenkollektion "Marylin" erschienen. Die Hose gefällt mir recht gut. Das Oberteil finde ich allerdings nicht so optimal, weil man es hinten nicht öffnen kann. Da ich nach dem Baden gern den nassen Bikini wechsel, ist das äußerst unpraktisch. Bei der wunderbaren Ina von Pattydoo ist diese Woche das Schnittmuster Victoria erschienen. Da gefällt mir insbesondere das Oberteil schon viel besser. Das wird es also werden.
Bei Sewunity habe ich noch einen Beitrag zum Verarbeiten von Badelycra findet gefunden.Und hier in der AllesNähbar hab ich auch noch etliches Spannendes entdeckt.
Natürlich brauche ich dann noch ein paar Zutaten wie Badegummi und Verschlüsse. Die bekomme ich bei Sewy. Eine kleine Bestellung wurde schon aufgegeben.

Entdeckt


Von Freulein wurde eine hübsche Strickjacke veröffentlicht, die perfekt für den Herbst ist: Betty. Die Jacke wird aus etwas festeren Stoffen genäht und mir gefällt der geradlinige Schnitt. Nähbeispiele gibt es z.B. hier bei Prülla.

Ich hab noch ein hübsches Kleidchen entdeckt, ein Boho-Kleid. ich bin mir nicht sicher, ob das was für mich ist, aber irgendwie reizt es mich doch sehr.

Bei Nahtzugabe 5cm gibt es eine neue Podcast-Folge. Dieses Mal mit Daniela von Damned Snob. Sie erzählen sich gegenseitig, was sie so nähen. Ich muss gestehen, ich finde es dieses Mal nicht ganz so interessant wie sonst.

Erlebt


Ich habe mich getraut und den Berliner Kreativ-Stammtisch besucht. Organisiert wird der monatlich von Diana vom Stoffgeschäft Volksfaden. Und es hat sich gelohnt :-) Ich hab ganz nette Mädels kennengelernt, z.B. Steffi von Feierabendfrickeleien, die ich von Facebook ja schon ganz gut kenne oder Lena von Berlinerie, deren Schnittmuster ich schon bewundert habe. Nach einem gemütlichen Schnack bei Getränken und Essen in einem Restaurant waren wir bei Katja von Stoff'n. Bei ihr kann man seine eigenen Design drucken lassen. Spannend! Und nun freue ich mich schon auf's nächste Mal.

Donnerstag, 27. Juli 2017

Tanzschuhbeutel nähen

Was Ihr vermutlich noch nicht wisst: Der beste Grillmeister und ich tanzen leidenschaftlich gern. Einmal die Woche traben wir in unsere Tanzschule und üben Slowfox, Quickstep, Walzer und Co. Und damit das gut klappt, haben wir natürlich auch Tanzschuhe. Die geben Halt, haben eine besondere Sohle, die extra für Tanzparkett geeignet ist und sind zudem noch bequem.

Wenn man zu Tanzstunden oder Bällen geht, schleppen alle ihre ultrahässlichen Tanzschuhbeutel der 3-4 bekannten Marken mit sich rum. Die sind nicht schön, schützen aber die Schuhe. Nun sahen unsere schon besonders abgeranzt aus, also warum nicht selbst welche nähen?

Tanzschuhbeutel nähen


DIY Sets von Alles für Selbermacher


Bei Alles für Selbermacher gibt es DIY-Sets, die einen süß bedruckten Stoff in passender Größe und die dazugehörige Kordel enthalten. Ich habe zwei zu uns passende Sets ausgesucht: für mich einen Tanzbärin und für Henry den Superhelden. Ich liebe diese Motive, die sind einfach zu süß.

Für die Turnbeutel ist kein Innenfutter vorgesehen, da Tanzschuhe aber einerseits auch mal schmutzig sein können und andererseits auch ein bisschen mehr geschont werden sollen, habe ich mich entschieden, das Schnittmuster etwas umzuwandeln. Ich habe also in gleicher Größe wie der Außenbeutelstoff aus Stoffresten passende Innenbeutel geschnitten und diese mit Vlieseline verstärkt, um noch etwas mehr Stabilität zu bekommen.

Tanzschuhbeutel nähen

Innenbeutel nähen


Dann habe ich Außen- und Innenbeutel jeweils separat wie vorgesehen genäht. Sprich bei den Außenbeuteln habe ich die unteren Ecken verstärkt, unten Schlaufen mit eingenäht und oben an den Seiten auf beiden Seiten einen Schlitz für die Kordel gelassen. Die Innenbeutel hab ich einfach nur zusammen genäht und unten einen Wendeöffnung gelassen. Dann habe ich den Außenbeutel auf links gedreht und den Innenbeutel rechts auf rechts reingesteckt und oben zusammen genäht. Dann wurden die Beutel gewendet, die Wendeöffnung geschlossen und mit zwei Nähten in Höhe der seitlichen Schlitze ein Kordeltunnel genäht. Nun musste nur noch die Kordel durch und schon waren zwei süße Tanzschuhbeutel fertig.

Tanzschuhbeutel nähen


Schnittmuster und Stoff: DIY-Sets von Alles für Selbermacher

Anpassung: Verstärkter Innenbeutel hinzugefügt

Fazit: Tolle Sets, alles ist drin, die Beschreibung ist super und die Beutel sind sehr schnell genäht. Sie eigenen sich auch toll für Nähanfänger oder für Kinder.

Ich bin heute zum ersten Mal bei RUMS dabei.