Sonntag, 14. Januar 2018

Sonntagstalk am 12. Januar 2018

Genäht


Nicht so richtig viel. Seit mehr als einer Woche liegen nun schon die Schnittteile für die Pia hier rum, aber ich bin noch nicht viel weiter gekommen.

Aber immerhin zwei neue kleine Kissenbezüge habe ich genäht. Wir brauchten dringend neue und ganz ehrlich, es macht viel mehr Spaß, hübschen Stoff dafür auszusuchen und selbst zu nähen als schöne Bezüge in den Läden zu suchen. Den Stoff gab es bei Diana von Volksfaden. Er ist etwas etwas und wunderschön glatt. Als Schnittmuster habe ich mal wieder den Kissenbezug von Pattydoo mit Hotelverschluss genommen. Das näht sich inzwischen richtig flott weg.



Als nächstes ist nun aber erst mal Pia dran. Ich weiß noch nicht so genau, was als nächstes auf der Liste dran ist. Momentan wäre mir nach einer weiteren Bluse.

Gekauft


Öhm. Ja. Also das war so: bei dem gruselig kalten Wetter mag man ja eigentlich nicht so wirklich viel raus gehen. Aber dann fragte der beste Grillmeister der Welt doch glatt, wann mal wieder Markt am Maybachufer wäre, da gäbe es ja auch immer so leckere Köstlichkeiten. Richtig. Die gibt es - neben so ca. 10 verschiedenen Stoffständen mit sehr erschwinglichen Preisen. Ich habe mich mit einem wunderschön glatten aber doch erstaunlich festem Viskosejersey in dunkelrot (derzeit meine Lieblingsfarbe) und einem dünneren Baumwolljersey mit Flamingos drauf eingedeckt.



Aus dem Viskosejersey werde ich mir ein neues Basic-Shirt machen, der Flamingostoff wird als Schlafshirt enden, da suche ich schon eine Weile etwas passendes.

Außerdem sind seit Weihnachten ein paar neue Nähbücher bei mir eingezogen. Gretchen Hirschs Rock'A'Bella lag unter dem Weihnachtsbaum, von Frau Szoltysik-Sparrer erhoffe ich mir einige Tipps und Tricks um mein Nähwissen zu erweitern und das Standardwerk "Nähen" hat mir Amazon zum Testen zur Verfügung gestellt. Alle Bücher werde ich nach und nach näher vorstellen, wenn ich mich ein bisschen mehr durchgearbeitet habe.



Entdeckt


Vermutlich keine Neuentdeckung für meine wenigen Sonntagstalk Leser, aber vielleicht hat ja doch jemand noch nicht mitbekommen, dass es Frau Jetztkochtsie und Frau Feierabendfrickeleien die erste Folge ihres Podcasts veröffentlich haben: den Frickelcast. Da geht es um alle möglichen Themen rund um's selber machen, Stricken, Nähen - vielleicht sogar ausmalen! - und auch, was man dabei noch tun kann. Nämlich netflixen und Hörbuch hören. Den einen oder anderen Tipp werde ich da bestimmt befolgen.
Hört mal rein, es lohnt sich! Den beiden lässt sich gut zuhören!



Auch bei nahtzugabe5cm gibt es wieder eine neue Podcast-Folge "Zwischen Nadel und Faden". Dabei geht es hauptsächlich um Chrissys Ganzjahreschallenge 12 Mal memade, die uns anhalten soll, das Nähen ein bisschen mehr zu planen. Wobei es eigentlich nicht wirklich eine Challenge ist, da jeder mitmachen kann, wie er gerade möchte. Mit Planung oder ohne, viel oder wenig genäht, über einen Blog oder über Instagram - alles ehr locker und das gefällt mir gut. Da bin ich bestimmt ab und zu mal dabei.






Dienstag, 9. Januar 2018

Cardigan Betty

Pläne sind dazu da, um sie über den Haufen zu werfen. So ist das anscheinend auch mit Nähplänen. Denn statt etwas von meiner langen Liste zu nähen, ist eine Betty entstanden.


Der Stoff


Am 24.12. fand ich in meinem Adventskalender von stoff’n’schnitt einen Meter dieses wunderschönen schwarz/weiß-gemusterten Jacquards (Lillestoff). Nun ist ein Meter nicht sonderlich viel, auch bei 1,80 m Breite nicht, ich habe also lange gegrübelt, was ich draus machen könnte. Für einen Hoodie oder ein Kleid war es definitiv zu wenig, stückeln wollte ich nicht und ein passender Rock wollte mir auch nicht recht einfallen. Irgendwann schwebte mir dann ein kurzer Cardigan, oder eher ein Blazer-ähnliches Jäckchen vor dem inneren Auge und ich erinnerte mich, in einem Sonntagstalk vor einigen Monaten mal ein passende Schnittmuster vorgestellt zu haben: Betty.

Also habe ich letzte Woche flux das Schnittmuster erstellt und die Schnittteile frohen Mutes auf meinen Stoff gelegt. Mist! Es fehlten immer noch ein paar Zentimeter, da half alles hin- und herrücken der Schnittteile nicht. Ich war schon so weit, einen weiteren Meter Stoff zu bestellen, da kam mir die Idee, die Blende der Vorderteile einfach aus dem gleichen Stoff zu schneiden wie die übrigen Blenden statt aus dem Hauptstoff. Genau da waren sie nun, meine fehlenden Zentimeter! Ich habe also einfach die Blende an der vorderen Mitte (mit 1 cm Nahtzugabe) abgeschnitten. Meine Jacke sollte unbedingt eine rote Blende bekommen, passenden Stoff hatte ich natürlich nicht im Bestand, aber zum Glück sind die Rotzschnuten ja nicht weit weg und bieten eine große Auswahl und ich habe einen vom Muster her passenden Stoff mit etwas festerer Struktur erworben. Der reichte genau!


Das Nähen


Das Nähen war nicht schwierig, aber etwas langwieriger, weil ich auch sehr ordentlich und genau und mit richtig schönen Details arbeiten wollte. Alle Blenden habe ich auf Vlieseline gebügelt. Dummerweise war ich da der Annahme, das würde ausreichen, um ein Ausfransen der Baumwolle zu verhindern. Tut es nicht. Glücklicher Weise konnte ich das nachträglich retten und mit einem Fake-Overlook-Stich der Nähmaschine unauffällig nacharbeiten. Die Nahtzugaben des Jacquards habe ich mit der Overlock versäubert.

Zuerst habe ich den Streifen auf das linke Vorderteil genäht – der Kantennähfuß verhalf mir zu perfekt geraden Nähten! Dann habe ich die inneren Blenden angenäht und prompt festgestellt, dass die Blende für das Rückteil nicht passt – ich hatte doofer Weise die falsche Seite an den Bruch gelegt und nun eine viel zu stark gebogene Blende. Glücklicher Weise fiel mir das rechtzeitig auf und ich habe noch einmal neu geschnitten und Vlieseline aufgebügelt. Tja, passte aber immer noch nicht, die Blende war zu kurz. Als NOCH EINMAL neu geschnitten (1 cm vom Bruch entfernt gelegt) und wieder Vlieseline aufgebügelt. Nun passte es und ich konnte die Blenden zusammen und an den Jackenteilen annähen. Rund um den Hals habe ich die untere Seite der Blende mit einem 3-fach Zickzack-Stich in rot angenäht.

Nun kamen noch die Ärmel rein – das ging problemlos. An den Ärmel kam unten noch einmal ein Stoffstreifen mit Blende, die man schön nach außen klappen kann. Die Manschette hat einen Schlitz, der leider auf beiden Seiten etwas weit auseinander steht – obwohl beim Stecken noch alles passte. Anscheinend hat sich hier der Ärmel gedehnt. Die Nahtzugabe habe ich dann wieder mit dem roten Zickzack abgesteppt, so dass sie bei Umklappen nicht nach oben steht.

Schließlich musste noch der Saum umgenäht werden, ich habe 3 cm umgeklappt, gebügelt und noch einmal mit rotem Zickzack festgesteppt.

Ach ja, die vorgesehenen Knöpfe habe ich weggelassen. Da meine Hüfte deutlich breiter ist als der Rest, hätte das einfach doof ausgesehen, oben ein oder zwei Knöpfchen zu schließen. Und Schmuckknöpfe find' ich irgendwie albern.




Fazit

Die Jacke ist richtig toll geworden. Sie sitzt figurnah und erinnert so ein bisschen (aber nur ein bisschen) an ein Chanel Jäckchen. Ich mag sie jetzt schon unglaublich gern und habe schon etliche Komplimente dafür abgestaubt! Über meine Lösung mit der farbigen inneren Blende bin ich sehr glücklich. In Freuleins Facebook-Gruppe habe ich ein Exemplar in uni-farbenem marine gefunden. Das wäre auch noch was für mich. Vielleicht mit einer Blende mit kleinen Ankern? Hach, sollte mir also noch ein passender Stoff begegnen, nähe ich mir bestimmt noch eine!

Und damit hüpfe ich mal rüber zum Creadienstag und schau mal, was die anderen Mädels so gezaubert haben.



Sonntag, 7. Januar 2018

Sonntagstalk am 7. Januar 2018

Na, habt Ihr die erste Woche des neuen Jahres gut überstanden? Ich hatte noch Urlaub und muss erst nächste Woche wieder arbeiten. So hatte ich auch Zeit zu nähen, und es sind tatsächlich gleich zwei neue Teilchen entstanden.

Genäht


Zuerst habe ich mich meinem Plan gewidmet und das Projekt "Blusen nähen" weiter voran getrieben. Ich habe mich noch einmal an "Die schöne Bluse" von Nähkind probiert. Dieses Mal eine Nummer größer genäht und damit nun endlich auch Erfolg gehabt. Die Bluse sieht gut aus und sitzt auch prima. Es waren noch ein paar Änderungen notwendig, aber die erkläre ich ein anderes Mal näher. Ich habe es nämlich noch nicht geschafft, schöne Fotos zu machen, dazu war mir einfach zu kalt.

Dann bin ich gleich mal vom Nähplan abgewichen. Das Schnittmuster "Betty" von Freuleins hatte ich hier schon einmal erwähnt. In meinem Adventskalender fand ich einen Meter dieses wunderschönen Jacquards von Lillestoff. Ein Meter ist leider nicht viel für Schnitte in meiner Größe und ich habe eine Weile gegrübelt, was ich daraus machen könnte. Hoodie oder Kleid vielen aus. Dann fiel mir wieder Betty ein. Ich bin megahappy mit der Jacke. Die sieht an mir noch viel besser aus als auf der Puppe. Details zeige ich Euch im nächsten Post.

Außerdem schon zugeschnitten ist Stoff für das Kleid Pia von Fadenkäfer. Das kommt dann als nächstes unter die Maschine. Damit bin ich wenigstens mal wieder im Plan.



Gekauft


Für die Jacke brauchte ich noch einen passenden Baumwollstoff, den habe ich mir am Freitag bei den Rotzschnuten geholt. Allerdings nur 30 cm und die habe ich bin auf kleine Fitzel auch komplett verbraucht, also ohne Auswirkung auf meinen Stoffbestand. Mitgenommen habe ich noch einen Meter schwarzen Jersey, den bauche ich als Kontraststoff für ein bereits geplantes Shirt, ist also quasi auch schon fast verbraucht *hüstel*. Ansonsten war ich brav was Stoffkäufe angeht.

Dafür sind aber ein paar Schnittmuster auf meiner Platte gelandet.

Zwei Blusen ("Alma" von Freulein, gab es im Bundle mit Betty sowie die Bluse "Nameless" von Sewera), das Wickelkleid von Fadenkäfer und das Wickelshirt "Frau Liese" von Fritzi Schnittreif.


Entdeckt


Über die ARD Mediathek habe ich eine Video gefunden "Handwerkskunst! Wie man ein Sakko schneidert". Das finde ich ja mal sehr inspirierend. Immer wieder fasziniert mich, wie sehr beim "richtigen Nähen" doch auch noch mit der Hand gearbeitet wird, ohne Maschine. Z.B. werden hier sämtliche Knopflöcher per Hand genäht. Das hätte ich so nicht vermutet. Schaut es Euch an, das Video ist wirklich gut.

Bei Fredi von Seemannsgarn handmade gibt es einen Nähplaner zum selbst ausdrucken. Fredi hat sich da echt viel Mühe gemacht und ich finde, das ist wirklich schön geworden. Die Idee mit dem Projektblatt finde ich besonders toll, so etwas in der Art werde ich für mich auch zurecht basteln.

Zufällig bin ich über die Aktion "I chose you sew" gestolpert von Sindy von „Mein gewisses Etwas“ und Dominique von „kreamino“. Sie werden sich jeden Monat abwechselnd einen Schnitt vorschlagen und beide nähen. Und das Beste: wir sind eingeladen, mitzumachen. Die Idee finde ich ziemlich cool und ich bin gespannt, welche Schnitte es sein werden und ob ich da nicht das ein oder andere Mal mitmache. Los geht es übrigens mit Carme blouse von Pauline & Alice. Oh... eine Bluse. War da nicht was? Deadline ist allerdings schon der 25. Januar, ich glaube, das wird mir zu knapp. Aber ich werde das trotzdem gern weiter verfolgen.

Gedacht


Gestern habe ich mit Schrecken gelesen, dass der MeMadeMittwoch zukünftig nur noch einmal monatlich statt finden wird. Das finde ich sehr sehr schade, war es doch ein regelmäßiger Treffpunkt der Nähbloggerinnen. Hier habe ich wunderbare Blogs gefunden, die richtig hochwertige Kleidung nähen und von denen ich noch viel lernen kann. Ich fürchte, dass sich durch den fehlenden MMM die Nähcommunity ändern wird, einige vielleicht sogar verschwinden, weil sie einfach nicht mehr gesehen werden.

Aber vielleicht gibt es ja noch ähnliche Link Ups, die ich nur noch nicht gefunden habe? Verlinkt doch bitte, wenn Ihr noch etwas kennt.


Montag, 1. Januar 2018




Ich hoffe, Ihr seid gut im Neuen Jahr angekommen. Wie versprochen, gibt es hier heue noch einen kleinen Ausblick auf das neue Nähjahr.

Ich bin eigentlich nicht so sehr der Typ für gute Vorsätze aber ganz unabhängig vom Jahreswechsel haben sich in meinem Kopf ein paar Themen angesammelt, die ich gern angehen möchte.

Zu meisternde Materialien


Ich möchte definitiv mehr mit Webware arbeiten. Normale Baumwollwebware lässt sich zwar super verarbeiten, erfordert aber viel mehr Sorgfalt beim Messen und beim Zuschnitt. Wirkware wie Jersey verzeiht da schon einiges, auf einen Zentimeter mehr oder weniger kommt es da nicht so unbedingt drauf an.

Außerdem möchte ja mein Blusen-Projekt voran treiben. Da werde ich eher dünnere Stoffe verarbeiten und auch hier lernen, wie man das am Besten macht. Bereits letztes Jahr habe ich mir vorgenommen, mehr Blusen zu nähen. Damit bin ich nicht so recht voran gekommen. Die einzige Bluse, die ich mir genäht habe, ist nie fertig geworden, weil während des Nähens bereits klar war, dass sie zu eng werden würde. Aber immerhin habe ich bereit neue Teile ausgeschnitten und verkettelt. Muss "nur" noch zusammen genäht werden.

Helfen wird mir hoffentlich die Nähbibel, in der diverse Techniken dazu erläutert sind und die Burda 6/2017, in der eine Bluse detailliert erklärt ist.


Zu meisternde Techniken


Da gibt es noch soooo viel zu lernen, und ich freu mich drauf.
In 2018 will ich endlich mal die Knopflochfunktion meiner Maschine ausprobieren. Ich bin gespannt, ob das was wird.

Reißverschlüsse habe ich ja schon einige genäht, aber da geht noch was. Auch hier will ich noch ein bisschen nach Techniken recherchieren und besser werden.
Und schließlich will ich lernen, wie man Futter einnäht. 

Um weiter an meinen Nähskills zu arbeiten, halte ich mal an meinem Vorsatz fest, regelmäßig was aus meinen Burdas und anderen Nähzeitschriften zu nähen. Da lernt man doch mehr, als wenn man "nur" eins der üblichen eBooks näht, die eher für Anfänger gedacht sind. Versteht mich nicht falsch, da gibt es auch tolle Schnitte und mal erzielt deutlich schneller ein Ergebnis, die Lernkurve ist aber deutlich flacher.

Konkrete Nähpläne


Das ist gar nicht so einfach. Ich habe mal nur mal die Schnittmuster, die mir so aktuell einfallen und die ich gern nähen würde, auf diesem hübschen Block* zusammen geschrieben. Damit könnte ich vermutlich schon fast ein halbes Nähjahr füllen. Aber schauen wir mal, wie weit ich damit komme und was ich davon wegnähen kann.

* Diesen süßen Blog gab es in der Nähbox "die feine Kiste" von Nähkind. 


Und mein Stoffberg? 


Gesten habe ich Euch ja schon gestanden, dass ich viel zu viele Stoffe habe. Das ist ja Blödsinn: kostet viel Platz und auch nicht gerade wenig Geld. Da es utopisch ist, dass ich mehr nähe und damit mehr verbrauche, hilft wohl nur weniger kaufen. Und es gab auch den ein oder anderen Fehlkauf. Da werde ich mal schauen, ob ich die nicht anderweitig wieder loswerden kann.

Und wie sieht es bei Euch aus? Macht Ihr Pläne für das Nähen? Oder seid Ihr ganz spontan und näht einfach so drauf los?

Sonntag, 31. Dezember 2017




Statt eines Sonntagstalks bekommt Ihr heute gleich einen Rückblick auf ein ganzes Jahr! Ich nähe jetzt seit Oktober 2016, also etwas mehr als ein Jahr. Und seit Februar diesen Jahres zeige ich meine Werke auf diesem Blog hier.

Da kommt die Jahreswende also ganz recht, einen kleinen Rückblick zu wagen.

Was habe ich genäht:


Ich gestehe, ich habe nicht alles aufgeschrieben, was ich genäht habe. Und das mir, als Statistik-Freak. Asche auf mein Haupt, das muss in 2018 besser werden ;-)

Auf dem Blog sind jedenfalls 20 Beiträge mit genähten Teilchen zu finden. Das ist noch nicht so ganz alles, ein Shirt für meinen Mann, eine lange Hose und ein paar andere Kleinigkeiten habe ich (noch) nicht gezeigt. Die Ausbeute finde ich aber schon mal ganz ordentlich.




Was war mein Lieblingsstück:


Gar nicht so einfach, ich trage nämlich eigentlich alles gern, was ich genäht habe. Generell bin ich noch ein bisschen mehr zum Kleiderfan geworden und trage meine selbst genähten Kleider sehr gern.
Sehr gern mag ich auch meinen Poncho. Der war einfach zu nähen (auch wenn die Paspel noch nicht ganz perfekt sitzt) und ist genau richtig für den Übergang. Im Herbst hatte ich mir noch diesen Sweater genäht. Der Stoff ist ein Traum, also trage ich auch den sehr häufig.


Welche Techniken habe ich gemeistert:


Natürlich ist für eine Anfängerin die Lernkurve am Steilsten. Angefangen vom richtigen Messen und Schneiden, über die Wahl des richtigen Stiches bis zur Verwendung von Vlieseline und dem Einschlagen von Ösen war da schon viel dabei.

Auch Ausschnitte kann ich inzwischen gut, egal ob Bündchen, Einfasstreifen oder Beleg, alle habe ich gemeistert, und das auch noch in verschiedenen Varianten, darunter natürlich den Rundhals, aber auch V-Ausschnitt, amerikanischer Ausschnitt und Wasserfall sind gelungen.

Eine der größten Herausforderungen bisher war und ist auch immer noch der nahtverdeckende Reißverschluss. Das klappt zwar schon ganz ordentlich, aber die perfekte Technik habe ich noch nicht gefunden. Damit muss ich mich noch einmal in Ruhe beschäftigen und wahrscheinlich einfach so 10 Mal machen - dann kann ich das auch.


Was war meine größte Herausforderung:


Definitiv bisher mein größter Stolz ist mein Weihnachtskleid. Das habe ich Euch ja erst vor ein paar Tagen gezeigt. Es gab bisher kein Kleidungsstück, das ich so sorgfältig gearbeitet habe. Und es hat sich gelohnt.



Was macht mein Stoffberg:


Herrje, muss ich dazu eigentlich was sagen? Kann ich das nicht einfach irgendwie beschönigen, so dass Ihr mich nicht alle für verrückt erklärt?

Lassen wir die App sprechen. Aber zu meiner Verteidigung sei gesagt, dass die Anzahl nicht korrekt ist, da ich verbrauchte Stoffe nicht lösche, sondern mit 0 Meter stehen lasse. So finde ich auch später noch heraus, wo ich die her habe oder was ich für bezahlt habe.

Aber ja. Das ist gewaltig und muss sich ändern. Mal schauen, was 2018 bringt!


Kleine Blogstatistik


Auf meinem Blog habe ich dieses Jahr 53 Posts veröffentlicht, also immerhin fast einer pro Woche. Das finde ich gar nicht schlecht und ich muss mich ein bisschen anstrengen, das beizubehalten. Dabei habe ich 75 Kommentare von Euch bekommen. Das ist vielleicht vergleichsweise wenig, aber ich freue mich über jeden einzelnen riesig. Überhaupt finde ich die Nähblogger-Community sehr herzlich und offen. Besonders liebe Grüße hier an die Me Made Mittwoch-Mädels, bei denen ich mich schon ein wenig heimisch fühle.

Ich weiß gar nicht, wie viele meinem Blog direkt folgen, aber über Instagram und Facebook sind das jeweils schon über 100. Auch das freut mich sehr. Pinterest vernachlässige ich derzeit etwas. Ich schaffe es einfach nicht, alle Kanäle gleichzeitig zu bespielen.

Ansonsten freue ich mich sehr auf das Nähjahr 2018. Ob ich Nähvorsätze für das Neue Jahr habe, erfahrt Ihr hier morgen in einem neuen Beitrag.

Bis dahin wünsche ich Euch und Euren Lieben einen guten Start in das Neue Jahr!

Mittwoch, 27. Dezember 2017

Weihnachtskleid Sew Along - Finale

Ich weiß, ich weiß, ich bin spät dran mit meinem Weihnachtskleid. Aber es ist fertig geworden! An Heiligabend. Um 14 Uhr. 45 Minuten, bevor wir los mussten! Wenn das mal nicht auf-den-Punkt-nähen ist!
Da wir aber gestern noch einmal Besuch hatten, komme ich erst heute dazu, Euch Fotos zu zeigen.

Weihnachtskleid-Sew-Along


Da ich ja schon das Probekleid genäht hatte, war ich beim Ausführen der einzelnen Schritte auch recht sicher. Der Stoff - ein strukturierter Jacquard - war wirklich sehr dankbar, kein Verziehen, kein Wegrutschen, angenehm fest und trotzdem dehnbar, so dass ich auf den Reißverschluss im Rücken verzichten konnte.

Beim Zuschnitt und beim Setzen der Abnäher habe ich mir extrem Mühe gegeben und sehr ordentlich gesteckt, so dass im Ergebnis alle Abnäher perfekt auf einander saßen und auch der Beleg wunderbar passt. Und auch beim Nähen habe ich viel gesteckt und geheftet. Insgesamt betrug die reine Nähzeit daher so um die 6 Stunden. Das ist ziemlich viel für so ein unkompliziertes Kleid, aber dafür sitzt es nun auch so, wie ich mir das vorgestellt habe.

Weihnachtskleid-Sew-Along


Die Seitennähte habe ich erst einmal nur zusammen geheftet, um die Passform zu prüfen. Tatsächlich hatte ich von den Falten im Rock zu den Seiten hin zu viel Stoff. Das konnte ich verbessern, in dem ich zwischen Rockbund und Hüfte auf beiden Seiten noch einmal ca. 1,5 cm Stoff weggenommen habe. Besonders freut mich, dass das Kleid auch im Rücken so gut sitzt und schön anliegt, und das trotz Hohlkreuz!

Außerdem habe ich den Rocksaum erheblich gekürzt, ca. 8 cm. Das war ja am Probekleid auch schon absehbar.

Lediglich die Perlenstreifen auf den Bändern habe ich weggelassen. Erstens habe ich die nicht mehr geschafft, zweitens bin ich mir nicht sicher, ob die mir gefallen hätten. Vielleicht nähe ich sie später noch einmal an.

Insgesamt bin ich mir meinem Kleid sehr zufrieden. Es trägt sich ganz wundbar und auch die übliche Festtagsvöllerei lässt sich in dem Kleid gut aushalten, weil nichts drückt oder kneift.

Weihnachtskleid-Sew-Along


Schnittmuster: Kleid 109 aus der Burda 8/2017

Stoff: aubergine-farbener Jaqcard vom Stoffmarkt für 18 Euro pro Meter vom Stoffmarkt

Gelernt: wie man einen Schlitz in einen Rock konstruiert.

Anpassungen:

  • kurze statt langer Ärmel. Dafür habe ich einfach die Ärmellänge an einem anderen Kleid ausgemessen
  • zwischen Hüfte und Taille etwas schmaler gemacht
  • Saum um 8 cm gekürzt 

(alle Änderungen noch nicht auf das SM übertagen)
Beim nächsten Mal würde ich die Taille noch 2 cm hochsetzen und den Rock dafür nur um 5 cm kürzen. Außerdem würde ich den Saum mit einem Blindstich per Hand annähen, das sieht dann noch schicker aus.

Weihnachtskleid-Sew-Along


Fazit: Ich bin sehr stolz auf meinen zweiten Burda-Schnitt. Es handelte sich ja um einen ausführlich erläuterten Schnitt, da konnte man gut folgen.

Und nun husche ich noch ganz schnell rüber zum me-made-mittwoch, bevor sich dort die Tore schließen!

Sonntag, 10. Dezember 2017

Weihnachtskleid Sew along 2017- Dritter Teil

Heute schielen alle ganz gespannt auf die Me Made Mittwoch-Seite für die Updates zum Weihnachtskleid Sew Along. Und ich glaube, jeder hofft, dass die anderen auch noch nicht fertig sind. Mir jedenfalls geht es so ;-)



Es hat ja einen Grund, warum der Post so spät heute kommt. Ich habe nämlich gestern und heute am Probekleid genäht. Mit der Stoffwahl habe ich mir keinen Gefallen getan. Der Stoff ist megadünn und verzieht sich enorm schnell. Allein beim Zuschneiden bin ich schon verzweifelt weil kein in doppelter Stofflage ausgeschnittenes Stück die gleiche Form hatte wie das andere und beide wiederum nicht zum Schnittmuster passten. Das Kleid habe ich trotzdem mehr recht als schlecht zusammen genäht, einfach, weil ich auch die einzelnen Schritte probieren wollte. Tragbar wird mein Probekleid nicht, aber das war absehbar und bei 4 Euro pro Meter Stoff ist das auch verschmerzbar.


Ich habe immerhin einiges gelernt:


  • der endgültige Stoff ist zwar dicker, aber auch sehr querelastisch. Einen Reißverschluss werde ich nicht brauchen. Statt dessen nähe ich die Rückennaht einfach zu, ohne Reißverschluss.
  • die Passform ist ok, mehr Breite werde ich nicht brauchen, denke ich
  • bei allen Abnähern muss ich genau gucken, dass Ober- und Unterteil zueinander passen, d.h. sehr ordentlich arbeiten, alle Markierungen beim Ausschneiden genau übernehmen!
  • An der Länge ändere ich erst einmal nichts. Das sieht zwar auf den Fotos viel zu lang aus, aber die Schnittteile habe sich einfach extrem in die Länge gezogen, so ist das Oberteil glatt 4 cm länger als das Papierschnittmuster! Und den Rock kürzen kann ich dann immer noch.
  • im Original sind geteilte, lange Ärmel vorgesehen. Ich werde statt dessen ein Schnittteil für kurze, ungeteilte Ärmel basteln. Lang ist mir einfach zu warm für so ein Festtagskleid.
Und nun geht es ans Schneiden aus dem "richtigen" Stoff.