Sonntag, 12. Februar 2017

Cablecosy

Eine neue Aufgabe des #Taschensewalong 2017 stand an. Im Februar stehen Ordnungshelfer auf dem Plan. Genau richtig für mich, ich liebe Täschchen, Kästchen und Krams. Nicht, dass ich deshalb mehr Ordnung halten würde...



Ich habe eine Weile gebraucht, um mich zu entscheiden, es gibt ja sooo viele tolle Sachen, die man zu dem Thema nähen könnte. Katharina von 4Freizeiten hat zur Ideenfindung sogar eine eigenes Pinterest-Board eingerichtet. Und da bin ich über den CableCosy gestolpert. Das ist es! Wir reisen ja unheimlich gern und gefühlt wird das Kabelchaos in Koffern und Rucksäcken immer schlimmer. Kein Wunder, Laptop, Tablets, Kameras, Smartphones - alles muss mit und alles braucht Ladekabel. Zum Glück gibt es dieses tolle Schnittmuster auf dem Blog Live it. Love it. Make it. zum kostenlosen Herunterladen.


Stoffe dafür hatte ich noch genügend zu Hause. Pink sollte es werden - dann klaut es der Herr Gatte nicht - und so habe ich in meiner Stoffkiste gekramt und ein paar hübsche, mehr oder weniger zusammen passende Stücke (2x 46x25 cm für die Rolle sowie 2x 2x 13x21 cm für das Täschchen) geschnitten. Außerdem hatte ich noch Volumenfließ zu Hause.

Zusätzlich gekauft habe ich dann noch :
  • Schrägband
  • 4 kleine Druckknöpfe zum Annähen
  • 20 mm Pyjama-Elastic 
  • Schrägband
  • einen Verschluss
Leider habe ich nicht den auf den Originalfotos erkennbaren Verschluss zum zusammenstecken gefunden, aber so ein Karabiner und ein D-Ring sind ja auch ganz stylisch. Außerdem wollte ich die Außenkante hübsch mit Schrägband einfassen. Das gelingt mir nämlich noch nicht so richtig gut, hier konnte ich also prima üben (und wieder sind ein paar Stellen nicht ganz getroffen, war aber auch ein flutschiges Dingelchen).

Der Gummi ist mit jeweils 3 und 4 cm Abstand befestigt, so dass man unterschiedliche starke Kabel durchstecken kann. 

Für das Täschchen habe ich mich an dem Video von congabären orientiert. Sie ist etwa 20 cm breit und 12 cm hoch. Genauso, dass mein Ladehub da auch reinpasst, plus ein paar zusätzlicher Kleinigkeiten. Das war jetzt mein 4. Täschchen und so langsam hab ich den Dreh mit dem Reißverschluss richtig gut raus! Der Clou hier ist, dass man die Tasche mit Hilfe von Druckknöpfen befestigt, sie kann also auch mal ohne das Kabeldrumherum mitgenommen werden.



Die Rolle wird auch mit dem Gummi verschlossen. Das hat den Vorteil, dass man auch ein bisschen mehr einfüllen kann und sie trotzdem noch verschließen kann. Den Karabiner und den D-Ring annähen war nicht ganz so einfach, das sieht sehr unordentlich aus - der dehnbare Gummi hat mich da ein bisschen geärgert. Aber hey, form follows function!


Besonders gut gefällt mir, dass man die Rolle auch anhängen kann. In Hotelzimmern hat man ja oft nicht viel Platz und so ist sie aus dem Weg. Leider hat man auch nicht immer ausreichend Haken, also packe ich einfach noch einen Saugknopf mit ins Täschchen und schon bin ich flexibel! Dafür finde man immer Platz und wenn es die Innentür vom Schrank ist...

Kabeltasche


Schnitt: Cablecosy von Live it. Love it. Make it
Stoff: Baumwoll-Webware aus meinen Vorräten
Anpassungen: Schrägband als Rand. Außerdem habe ich das Gummiband nicht nur am Innenstoff befestigt, sondern durchgenäht, das gibt dem ganzen mehr Stabilität. Ich glaube, nächstes Mal würde ich vielleicht eher patchworkmäßig beide Stoffe und das Volumenfließ miteinander verbinden. Außerdem würde ich statt eines D-Rings einer einen O-Ring nehmen. Der kann sich dann nicht ständig verdrehen. Vielleicht nehme ich nächstes Mal auch lieber ein paar hübsche Satinbänder zum Verschließen. Das Gummiband gefällt mir doch nicht so richtig. 
Fazit: eigentlich schnell gemacht. Die Druckknöpfe annähen hat wohl am längsten gedauert. Aber insgesamt super praktisch und auch eine tolle Geschenkidee! Das nähe ich bestimmt mal wieder.

außerdem verlinkt bei:
Nähzeit am Wochenende

Mittwoch, 8. Februar 2017

Scarlett

Ich bin ein wenig aufgeregt. Ich will heute zum ersten Mal beim Me Made Mittwoch mitmachen. Ich verfolge schon eine ganze Weile, wie jeden Mittwoch wunderbare Frauen (ab und an soll sich dort aber auch mal ein Mann verirren...) selbstgenähte Kleidung vorführen. Ich finde das ganz wunderbar, weil es eben nicht darauf an kommt, ob man einen hochgepimpten Blog hat oder eine Modelfigur oder was auch immer, sondern einfach nur, dass man stolz sein eigenes Werk präsentiert. Das ist wahnsinnig inspirierend - jede Woche wird meine Liste der "das musst Du auch noch nähen"-Links länger und länger.

Aber nun hab ich mich lange genug davor gedrückt. Hier ist mein bisheriges Lieblingswerk: mein Shirt Scarlett mit dem wunderbaren Wasserfallkragen. Ich habe bereits ein Kaufshirt mit einem solchen Kragen, das ich heiß und innig liebe. Es betont einfach die richtigen Stellen und macht eine tolle Taille und bei diesem Shirt hier ist es genauso.


Bei dem Stoff handelt es sich einen wunderbar weich fallenden Strickstoff. Auch hier habe ich wieder mit dem Federstich mit 0.7 cm Breite genäht. Damit komme ich einfach am Besten klar. Die Fotos musste ich ein bisschen aufhellen, damit man was erkennt. Sollte es jemals wieder warm werden, reiche ich noch ein paar Outdoor-Tageslichtfotos nach.



Der Wasserfallauschnitt ist kinderleicht zu nähen, man klappt den Stoff quasi ein, das wird im unten verlinkten Video aber super erklärt.


Außerdem neu war für mich das einfassen mit einem Halslochstreifen am rückwärtigen Ausschnitt. Da war ich skeptisch, aber auch das hat super geklappt und der Ausschnitt liegt hinten schön an.


Schnitt: Scarlett von pattydoo
Stoff: rotschwarz melierter Strick von Stoff'n'Schnitt
Anpassungen: Ich habe nur die Länge um 2 cm gekürzt, das war's. Da ich aber auch kleiner als die Durchschnittsgröße bin, passt das. Die Weite ist genau richtig und auch sonst würde ich nichts anpassen. Es gibt noch einen weniger tiefen Ausschnitt im Schnittmuster, aber ich finde den für mich genau passen.
Fazit: ich liebe dieses Shirt und würde es am Liebsten ständig tragen. Der Stoff ist so wahnsinnig weich und bequem. Und es war wirklich leicht zu nähen. Da mache ich mir bestimmt noch ein paar mehr, für den Sommer noch ein paar Kurzarmvarianten und vielleicht etwas in sehr leichtem Jersey.

Donnerstag, 2. Februar 2017

Tasche Milly

Na dann legen wir mal los - macht ja so ein bisschen Angst, so ein frischer, neuer Blog. Und so lag er quasi lange unbenutzt in der Welt herum. Aber nun soll er endlich befüllt werden.

Los geht's mit einem Beitrag zum Taschen Sew Along. Ich bin ja noch nicht so lange in der Nähwelt unterwegs und hab erst kürzlich entdeckt, dass es Sew Alongs gibt. Also so eine Art, virtuelles Nähtreffen, bei dem alle zu einem bestimmten Thema etwas nähen und dann in einer oder mehreren Runden ihre Projekte vorstellen. Sehr inspirierend!

Katharina von greenfietsen und Katharina von Katharina von 4 Freizeiten gestalten sogar ein Ganzjahressewalong. Jeden Montag wird ein bestimmtes Thema ausgerufen, zu dem man eine Tasche nähen soll. Und da man ja nie genug Taschen haben kann, und das Taschen nähen auch noch so anfängerfreundlich ist, mache ich da gleich mal mit.

Banner des Taschen Sew Alongs


Für das Januar-Thema bin ich natürlich schon wieder etwas spät dran, aber ich wollte das unbedingt auf meinem Blog machen.

Eins meiner ersten Nähprojekte war die Wendetasche von Pattydoo. Inzwischen haben ich sie sogar 3 Mal genäht und die Exemplare möchte ich Euch heute gern zeigen.

Zuerst habe ich ein Sommerexemplar für unseren Türkeiurlaub im Oktober genäht. Schön fröhlich sommerlich, jeweils außen und innen mit normaler Baumwolle. Das hat auch auf Anhieb gut geklappt und innen habe ich sogar noch frei Schnauze eine Innentasche und ein Schlüsselband eingenäht.
Im Urlaub war die Tasche dann perfekt. Es passt nämlich erstaunlich viel rein und trotzdem lässt sie sich auch gut zusammenfalten und im Koffer verstauen. Aber ich habe auch festgestellt, dass mir die Henkel ein wenig zu kurz sind, um sie über der Schulter zu tragen und das Wenden durch den Henkel hat mich tierisch genervt. Naja, und das Innenfach ist etwas zu kurz für mein Smartphone.


Auf dem Stoffmarkt habe ich dann nach dem Urlaub, diesen tollen Katzen-Canvas bekommen. Da musste ich unbedingt noch eine Tasche draus machen. Als Futterstoff habe ich braunrotes Leinen genommen. Dieses Mal mit längeren Henkeln, einer höheren Innentasche UND einer Reißverschlusstasche (nach dem tollen Video von Hamburger Liebe). Mein erster Reißverschluss! Das war eine ganz schöne Friemelei! Aber es hat geklappt, auch wenn der Reißverschluss noch nicht so richtig perfekt aussieht. Aber ich mag die Tasche sehr und nehme sie auch jetzt noch gern, wenn ich schnell in den Supermarkt will.
Und auch dieses Mal habe ich gelernt, was ich beim nächsten Mal verbessern kann: der Reißverschluss muss länger werden!




Und mein "Prunkstück" habe ich dann als Weihnachtsgeschenk für meine Mutter genäht. Eine Milly aus wunderschönem Japanstoff in grün und braun, verlängerten Henkeln, Innentaschen und Schlüsselband. Da der Stoff sehr leicht war, habe ich ihn mit Vlieseline verstärkt. Die Tasche ist wunderschön geworden und hat auch noch ein kleines Kosmetiktäschchen dazu bekommen.



Schnitt: Milly von Pattydoo
Material: Baumwolle von idee, Katzencanvas und Leinen vom Stoffmark, Japanstoffe von Sevenberry
Änderungen: Innenfutter ohne Falte, dafür mit Taschen, Reißverschlusslänge 20 cm, Schlüsselband aus dem Außenstoff, Henkel um 8 cm verlängert.
Fazit: ein toller Schnitt, anfängergeeignet und schnell genäht