Sonntag, 13. August 2017

Sonntagstalk am 13. August 2017

Während der beste Grillmeister der Welt gerade die Medaille für den Sieg der Staffel beim 100 Meilen von Berlin-Lauf entgegen nimmt, erzähle ich Euch, was sich bei mir so nähtechnisch ergeben hat.

Gekauft


Bevor es im Herbst in den Sommerurlaub geht, möchte ich meine Urlaubsgardrobe noch ein bißchen aufmotzen.

Dafür brauchte ich noch etwas passenden Stoff. Wie das immer so ist, man hat zwar viel Stoff zu Hause, aber irgendwie doch nicht den richtigen. Zum Glück ist bei idee schon Sommerschlussverkauf für die Sommerstoffe, so dass man da 30% sparen kann.

Stoffe von idee


Außerdem habe ich noch ein paar passende Schnittmuster erworben. Die holiday Hose von lenipepunkt sieht sehr bequem aus und man in kurz und in lang nähen kann.  Dann habe ich noch bei Nähkind zugeschlagen und mir das Kleid Honigsüß und die Tunika Prachtmädchen bestellt.

Genäht


Naja, so richtig viel voran gekommen bin ich nicht.

Von meinen Sommerurlaubsplänen habe ich ja schon erzählt. Vor allem eine kurze Hose und eine dünne Relaxhose für den Flug brauche ich noch, das ein oder andere Top und ein Kleidchen wäre auch nicht verkehrt. Und das Bikini-nähen habe ich mir ja auch in den Kopf gesetzt.

Begonnen habe ich mit dem Bikini nach dem Schnitt Victoria von Pattydoo. Da habe ich mir erst mal aus einen Jersey eine Probehose genäht. Statt des breiten Gummis habe ich einfach nur mit Wäschegummi gesäumt. Die passt auch ganz gut, etwas höher darf sie gern werden, dafür einen an den Seiten 1 cm weniger.
Viele nähen sich ja Unterwäsche aus Jersey  - ich glaube, das ist auf Dauer nichts für mich, ich mag Microfaser dann doch deutlich lieber.

Bikini Victoria von Pattydoo nähen


Da mir das aber mit dem Bikini doch alles etwas zu lange dauert - ist ja eine ganz schöne Fummelei - habe ich das Projekt erst mal beendet und nun mit der Holiday-Hose weiter gemacht. Da rauche ich ja nur ein Schnittmuster, das ich sowohl für die lange als auch die kurze Hose nutzen kann. Mit der kurzen habe ich angefangen, da bin ich auch schon recht weit. Die wird wohl sogar heute fertig. Ich bin ja sehr gespannt, wie sie sitzt! Das wird übrigens meine erste  selbst genähte Hose!

holiday Hose von lenipepunkt


Danach mache ich dann mit dem Top weiter. Entweder die Lady Topas oder ein Top, das vor einiger Zeit in der Simply nähen enthalten war.

Achja, einen neue Nähzeitschrift durfte natürlich auch einziehen: die "Meine Nähmode" von Simplicity habe ich mir ausgesucht. Die hat wirklich schöne Schnittmuster, nicht zu ausgefallen, aber trotzdem sehr vieles dabei, was ich mir gern nähen würde. Könnte mir jetzt bitte noch jemand entsprechend Zeit freischaufeln? Ich habe hier inzwischen mit den Zeitschriften so viele Schnittmuster hier, dass ich wohl die nächsten 10 Jahre nähen könnte. Komischer Weise nähe ich fast nur Schnittmustern aus eBooks. Das will ich ändern. Ab Herbst setze ich mir die Challenge, pro Monat mindestens ein SM aus einer Zeitschrift zu nähen. Ich bin mal gespannt, ob das klappt.

Entdeckt


Schon vor einer ganzen Weile habe ich Schnittherzchen gelesen - einem Plotterservice für Schnittmuster. Da ich ja das Ausdrucken, Schneiden und Kleben hasse, weil es so unendlich viel Zeit kostet, musste ich den Service natürlich mal ausprobieren. Ich werde da in einem späteren Post noch einmal genauer drüber berichten, aber kurz gesagt: es funktioniert super, man muss nur ein paar Tage Geduld haben, bis das Schnittmuster zu Hause eintrifft.




Dienstag, 1. August 2017

Shirt Anton aus Lycra

Der beste Grillmeister der Welt kann nicht nur nur hervorragend grillen, erst ist auch noch leidenschaftlicher Läufer und sogar schon Marathon gelaufen. Und er hat auch mich zum Laufen gebracht, schon ein kleines Wunder - auch wenn ich längst nicht so diszipliniert bin.



Als die Shapelines-Lycras von Mamasliebchen erschienen sind, habe ich mir in den Kopf gesetzt, ein Laufshirt für meinen Besten zu nähen. Als der Lycra dann eeeeendlich da war (eine Woche vor Henrys Geburtstag...), war ich skeptisch, ob der Stoff wirklich für ein Shirt geeignet ist, da er doch recht dick ist - also eher Badeanzugstoff, weniger Sportfunktionsstoff. Na gut, ist halt Lycra...



Das Schnittmuster war dann relativ schnell gefunden: Das Muskelshirt Anton von Mamili_1910 sollte es werden. Das Vorbereiten des Schnittmusters ging schnell, letztendlich sind es ja nur zwei Teile je eins für Vorder- und Rückseite, die im Bruch geschnitten werden. Und dann noch die Streifen für die Ausschnitte.



Das Schneiden des Lycras ging recht gut. Der rutscht zwar etwas, aber gut gesteckt klappt das mit dem Rollschneider gut. Das Annähen des Ausschnittstreifens hat auch noch gut geklappt. Nicht schön wurden die Armausschnitte. Da waren die Streifen zu kurz und der Stoff schlug Falten - also noch einmal abtrennen, Streifen länger schneiden und erneut annähen. Viiiiel besser, auch wenn ich nicht 100% glücklich bin mit den Ausschnittstreifen. Ich fürchte, die Oberfadenspannung war etwas zu fest.
Genäht habe ich alle Nähte und auch die Streifen mit dem Sägezahnstich. Lediglich den Saum habe ich dann mit dreifach geteiltem Zickzackstich angenäht.


Und was sagt der beste Grillmeister zu seinem neuen Laufshirt: er war tatsächlich begeistert. Es trägt sich wohl total angenehm, sitzt perfekt und nichts reibt, selbst dann nicht, wenn es nass wird. Er hat sogar um ein Langarmshirt aus dem Stoff gebeten.

Schnitt: Muskelshirt Anton von Mamili_1910

Stoff: Lycra "Shapelines" von Mamasliebchen, etwa 1 m

Anpassungen: um etwa 3 cm verlängerte Ausschnittstreifen für die Arme

Fazit: Mein erstes Mal mit Lycra lief recht gut. Gut, dass ich noch viel davon habe und weitere Projekte damit angehen kann: Bikini, Laufhose, ggf. noch ein Langarmshirt.


Sonntag, 30. Juli 2017

Sonntagstalk am 23. Juli 2017

Gekauft


Menno. Ich habe schon wieder Stoff gekauft.
Susanne von Raxn hat in ihrem Shop ein paar Reststücke ihrer Designs verkauft. Da hab ich zugeschlagen.
Die sind aber auch schön. Dieses Mal habe ich zwei Mal 2,50 m genommen, weil ich festgestellt habe, dass für die Kleider, die ich gern nähen würde, 2 Meter in der Regel nicht reichen.


Genäht


Meine Sara habe ich Euch ja schon gezeigt. Ansonsten nix. Nada. Ich hab irgendwie eine Blockade. Bei meiner Nähkind-Bluse geht es nicht so recht weiter, ich trau mich nicht so recht an den Saum und außerdem weiß ich jetzt schon, dass sie mir so 4 Kilo zu eng ist und da fehlt natürlich auch etwas die Motivation. Vermutlich sollte ich sie einfach mal von Püppi nehmen und tief im Stand verstauen. Und dann auf zu Neuem.

Eins der nächsten Projekte wird wohl ein Bikini werden. Lycra habe ich ja genug da.
Letzte Woche ist von TINAlisa Schnittdesign eine Bademodenkollektion "Marylin" erschienen. Die Hose gefällt mir recht gut. Das Oberteil finde ich allerdings nicht so optimal, weil man es hinten nicht öffnen kann. Da ich nach dem Baden gern den nassen Bikini wechsel, ist das äußerst unpraktisch. Bei der wunderbaren Ina von Pattydoo ist diese Woche das Schnittmuster Victoria erschienen. Da gefällt mir insbesondere das Oberteil schon viel besser. Das wird es also werden.
Bei Sewunity habe ich noch einen Beitrag zum Verarbeiten von Badelycra findet gefunden.Und hier in der AllesNähbar hab ich auch noch etliches Spannendes entdeckt.
Natürlich brauche ich dann noch ein paar Zutaten wie Badegummi und Verschlüsse. Die bekomme ich bei Sewy. Eine kleine Bestellung wurde schon aufgegeben.

Entdeckt


Von Freulein wurde eine hübsche Strickjacke veröffentlicht, die perfekt für den Herbst ist: Betty. Die Jacke wird aus etwas festeren Stoffen genäht und mir gefällt der geradlinige Schnitt. Nähbeispiele gibt es z.B. hier bei Prülla.

Ich hab noch ein hübsches Kleidchen entdeckt, ein Boho-Kleid. ich bin mir nicht sicher, ob das was für mich ist, aber irgendwie reizt es mich doch sehr.

Bei Nahtzugabe 5cm gibt es eine neue Podcast-Folge. Dieses Mal mit Daniela von Damned Snob. Sie erzählen sich gegenseitig, was sie so nähen. Ich muss gestehen, ich finde es dieses Mal nicht ganz so interessant wie sonst.

Erlebt


Ich habe mich getraut und den Berliner Kreativ-Stammtisch besucht. Organisiert wird der monatlich von Diana vom Stoffgeschäft Volksfaden. Und es hat sich gelohnt :-) Ich hab ganz nette Mädels kennengelernt, z.B. Steffi von Feierabendfrickeleien, die ich von Facebook ja schon ganz gut kenne oder Lena von Berlinerie, deren Schnittmuster ich schon bewundert habe. Nach einem gemütlichen Schnack bei Getränken und Essen in einem Restaurant waren wir bei Katja von Stoff'n. Bei ihr kann man seine eigenen Design drucken lassen. Spannend! Und nun freue ich mich schon auf's nächste Mal.

Donnerstag, 27. Juli 2017

Tanzschuhbeutel nähen

Was Ihr vermutlich noch nicht wisst: Der beste Grillmeister und ich tanzen leidenschaftlich gern. Einmal die Woche traben wir in unsere Tanzschule und üben Slowfox, Quickstep, Walzer und Co. Und damit das gut klappt, haben wir natürlich auch Tanzschuhe. Die geben Halt, haben eine besondere Sohle, die extra für Tanzparkett geeignet ist und sind zudem noch bequem.

Wenn man zu Tanzstunden oder Bällen geht, schleppen alle ihre ultrahässlichen Tanzschuhbeutel der 3-4 bekannten Marken mit sich rum. Die sind nicht schön, schützen aber die Schuhe. Nun sahen unsere schon besonders abgeranzt aus, also warum nicht selbst welche nähen?

Tanzschuhbeutel nähen


DIY Sets von Alles für Selbermacher


Bei Alles für Selbermacher gibt es DIY-Sets, die einen süß bedruckten Stoff in passender Größe und die dazugehörige Kordel enthalten. Ich habe zwei zu uns passende Sets ausgesucht: für mich einen Tanzbärin und für Henry den Superhelden. Ich liebe diese Motive, die sind einfach zu süß.

Für die Turnbeutel ist kein Innenfutter vorgesehen, da Tanzschuhe aber einerseits auch mal schmutzig sein können und andererseits auch ein bisschen mehr geschont werden sollen, habe ich mich entschieden, das Schnittmuster etwas umzuwandeln. Ich habe also in gleicher Größe wie der Außenbeutelstoff aus Stoffresten passende Innenbeutel geschnitten und diese mit Vlieseline verstärkt, um noch etwas mehr Stabilität zu bekommen.

Tanzschuhbeutel nähen

Innenbeutel nähen


Dann habe ich Außen- und Innenbeutel jeweils separat wie vorgesehen genäht. Sprich bei den Außenbeuteln habe ich die unteren Ecken verstärkt, unten Schlaufen mit eingenäht und oben an den Seiten auf beiden Seiten einen Schlitz für die Kordel gelassen. Die Innenbeutel hab ich einfach nur zusammen genäht und unten einen Wendeöffnung gelassen. Dann habe ich den Außenbeutel auf links gedreht und den Innenbeutel rechts auf rechts reingesteckt und oben zusammen genäht. Dann wurden die Beutel gewendet, die Wendeöffnung geschlossen und mit zwei Nähten in Höhe der seitlichen Schlitze ein Kordeltunnel genäht. Nun musste nur noch die Kordel durch und schon waren zwei süße Tanzschuhbeutel fertig.

Tanzschuhbeutel nähen


Schnittmuster und Stoff: DIY-Sets von Alles für Selbermacher

Anpassung: Verstärkter Innenbeutel hinzugefügt

Fazit: Tolle Sets, alles ist drin, die Beschreibung ist super und die Beutel sind sehr schnell genäht. Sie eigenen sich auch toll für Nähanfänger oder für Kinder.

Ich bin heute zum ersten Mal bei RUMS dabei.

Samstag, 22. Juli 2017

Sara aus maritimen Double Gauze

Einfache Shirts kann man ja nie genug waren, nicht wahr? Als Pattydoo das Shirt Sara vorgestellt hat, war mir sofort klar, dass ich es würde nähen wollen. Allerdings habe ich mich bei der Stoffauswahl dann doch irgendwie schwer getan. Normaler Jersey war mir zu schwer, meine Blusenstoffe irgendwie zu dünn.

Shirt Sara von Pattydoo


Stoffauswahl


Als ich das letzte Mal bei Rotznasen und Zuckerschnuten war (und eigentlich nur rotes Wäschegummi kaufen wollte...), habe ich diesen wunderschönen cremefarbenen Double Gauze mit kleinen blauen Ankern entdeckt. Der fasst sich sooo schön weich und leicht an! Perfekt!

Und der Stoff lässt sich auch noch super verarbeiten. Verwendet habe ich immer eine Universal-Nadel, total problemlos. Ich habe erst die offenen Kanten mit einem Overlock-Stich und dem Overlock-Fuß versäubert und dann mit dem Geradstich zusammen genäht. Das ist so herrlich unkompliziert.

Den Saum habe ich mit der Zwillingsnadel genäht - dieses Mal habe ich nicht die Stretch-Nadel genommen, sondern die Universalnadel, die meiner Nähmaschine bereits bei lag. Die ist mit 2 mm Breite sehr schmal, das hat aber den enormen Vorteil, dass sich keine "Wurst" zwischen den beiden Stichen bildet.

Shirt Sara von Pattydoo


Was hab ich gelernt


Ina stellt in ihrem Video die "feine Art" der Ausschnitt-Versäuberung vor. Dabei wird ein Streifen rechts auf rechts auf den Ausschnitt genäht, dann an der Naht nach innen geklappt. Der Streifen soll nun um die Nahzugabe rumgeklappt werden und dann noch einmal abgesteppt werden. Beim Halsausschnitt habe ich schon gemerkt, dass der Ausschnittstreifen nicht breit genug ist, um ihn zweimal umzuklappen. Vielleicht habe ich ihn mit zu viel Nahtzugabe angenäht. Also hab ich einfach nur die Nahtzugaben zurück geschnitten und den Streifen drüber geklappt und von außen angenäht.

Die Armausschnittstreifen habe ich etwas breiter als vorgesehen geschnitten. Wieder Nahtzugaben zurück geschnitten und dann klappte es besser. Man muss allerdings sehr sorgfältig stecken, damit nichts rausrutscht. Dabei habe ich den 1/4" Quilt Fuß verwendet und von rechts genäht, damit ich in schön gleichmäßigen Abstand nähe. Hat soweit gut geklappt - wenn ich nicht erst mal eine Nadel geschrottet hätte, weil ich vergessen hatte, die Nadel auf die Mitte zu stellen...

Shirt Sara von Pattydoo


Schnitt: Sara von Pattydoo

Stoff: Double Gauze von Sevenberry, gekauft bei Rotznasen & Zuckerschnuten für 8,40 pro Meter. Stoffverbrauch fast 1,50 m da der Stoff nur 1,10 m breit war.

Anpassungen: Da ich einen nicht dehnbaren Stoff verwendet habe und mit einer etwas breiteren Hüfte gesegnet bin, hab ich von der Taille aus nach unten hin 2 Nummer größer gezeichnet und das war auch gut so! Vorsichtshalber hatte ich erst einmal nur mit lockerer Fadenspannung und langen Stichen zusammen genäht und tatsächlich, etwas eng. Also habe ich zum "richtigen" zusammen nähen die Nahtzugabe voll ausgenutzt und nun passt es perfekt.
Die Ausschnittstreifen passten von der Länge her perfekt - ich habe sie schräg geschnitten, damit ich sie bei Annähen etwas dehnen kann. Sie brauchen halt nur etwas Breite.

Fazit: 
Ein toller Schnitt, der schnell zu nähen ist. Das war bestimmt nicht meine letzte Sara (komisch, ich glaube, das sag ich öfter hier - hat jemand etwas mehr Nähzeit für mich?)

Shirt Sara von Pattydoo

Sonntag, 16. Juli 2017

Sonntagstalk am 16. Juli 2017

Gekauft


Aaaalso. Ich gestehe. Das war so einiges in den letzten 2 Wochen.
Vor allem ist letzte Woche endlich die Bestellung der Lycra-Shapelines angekommen. Der Stoff sieht Klasse aus! Er eignet sich super für Sporthosen, Hoodies oder eben Badesachen.
Ich werde mir auf jeden Fall eine Laufhose machen.
Für den besten Grillmeister der Welt gab es schon ein Muscle-Shirt Anton. Ich bin gespannt, was er sagen wird, wie es sich trägt.

Lycra Shapelines von Mamasliebchen


Außerdem habe ich bei den Rotznasen & Zuckerschnuten rote Wäschespitze für meine Schöne Bluse gekauft. Naja und dann bin ich über herrlich weichen Double Gauze mit Ankern drauf gestoßen. Und über ein 90 cm Reststück total schönen taupe-farbenen Jersey mit weißen Punkten drauf. Musste alles mit, ist klar, oder?



Da ich aus dem Anker-double Gauze gleich eine Sara nähen will, habe ich mal schnell das Schnittmuster von Pattydoo erworben.
In einer Nähgruppe bin ich gerade über ein Wickelrock-Schnittmuster gestoßen, dass gleichzeitig eine Hose für unten drunter enthält. Das finde ich super, da ich da doch immer ein paar Probleme mit sich aufscheuernden  Oberschenkeln habe. Also hab ich das auch mal in den Warenkorb hüpfen lassen. Was mir ja richtig gut gefällt, ist, dass es drei Passformen gibt, für Skinny Woman für Classic Woman und für More Woman. Klasse! Und noch mehr toll: im Schnittmuster PDF kann man sich nur die Größen, die man braucht, einblenden lassen. Damit wird das Ganze deutlich übersichtlicher und man spart Tinte. Da hat jemand richtig gut mitgedacht! Ob ich den Rock genauso nähe, weiß ich noch nicht, da ich gerade Röcke eigentlich nicht so sehr mag, aber die Idee  mit der Hose drunter gefällt mir gut und ich wollte halt wissen, wie das geht.

Achja, und ich hab jetzt endlich auch Rosa P. "Näh Dir Dein Kleid" hier liegen. Ich habe in letzter Zeit so viele schöne Kleider gesehen, die auf Schnittmuster aus dem Buch beruhen, dass ich es unbedingt haben musste.


Genäht

Eigentlich sogar recht viel, aber letzte Woche konnte ich es noch nicht zeigen, da es zum Großteil für den besten Grillmeister der Welt war, der diese Woche Geburtstag hatte. Schon lange lag er mir mit einer Grillschürze in den Ohren. Als es bei den Rotznasen und Zuckerschnutzen sehr coolen Baumwollstoff mit Piratenmotiven gab, stand der Plan. Dazu gab es noch einen Ofenhandschuh, weil ich vom Stoff noch einen schönen Rest übrig hatte.

Küchenschürze im Piratendesign

Wie oben schon geschrieben, habe ich ihm außerdem ein Muscle Shirt für den Sport genäht. Lycra ist ganz schön flutschig, und ich habe zum ersten Mal mit einem Stoffstreifen versäumt. Das hat mit vielen vielen Stecknadeln auch recht gut geklappt.

Und schließlich auch noch eine Mr Big Unterbuxe aus meinem geliebten Möööv von Nautistore. Die steht dem besten Grillmeister der Welt ganz hervorragend. Und nein, davon wird es hier kein Foto geben. Alles meins!

Außerdem habe ich gestern und heute meine erste Sara genäht. Verwendet habe ich dafür den oben erwähnten Double Gauze. Schön ist sie geworden und schon beim Probetragen habe ich mich verliebt. Kann jetzt bitte endlich mal Sommer werden?



Entdeckt


Geht es Euch auch so? Momentan erscheinen ja quasi täglich neue Schnittmuster. Und eins schöner als das andere, so dass man gar nicht so richtig weiß, womit man anfangen soll.

In letzter Zeit wurde z.B. die Yenna von Kreativhund ziemlich oft gezeigt. Die Ergebnisse sind ehrlicher Weise recht unterschiedlich, es gibt richtige tolle Beispiele und manche, die mir nicht so gut gefallen. Trotzdem reizt es mich irgendwie. Kommt also mal auf die Liste :-)

Definitiv nähen werden ich den Rock Frau Sinnlich von Jojolino. Nicht nur, dass der Rock toll aussieht, ich finde auch die Idee dahinter ganz Klasse. "Was liegt da näher, als als Schnittdesigner ein Kleidungsstück zu entwerfen, dass dünnen Frauen Kurven zaubert und curvy ladies gekonnt in Szene setzt? und der zusätzlich noch das ein oder andere Extrakilo versteckt und gewichtsschwankungen luft lässt (die ja nunmal ganz natürlich sidn in einem gewissen maß)!" schreibt Johanna dazu auf ihrem Blog. Wieder einmal habe ich eine ganz tolle Version bei Frau Feierabend entdeckt - sieht das nicht großartig aus? Ich brauche jetzt nur noch den passenden Stoff dafür - der darf wohl etwas fester sein, aber doch dehnbar.

Gedacht


Ich bin eine echte Nähschnecke. Für die Sara hab ich allein für's Nähen 3h gebraucht. Und dabei sind das nur 2 Stoffstücke, die man zusammen näht - an den Schultern und an den Seiten. Natürlich hab ich vorher noch die Stoffstücke versäubert, der Stoff fusselte ganz schön. Wirklich gedauert hat das versäubern. Das habe ich zum ersten Mal "auf die feine Art" gemacht, so wie es Ina von Pattydoo in ihrem Video zeigt. Da war viel bügeln und stecken notwendig - das kostet viel Zeit und 2 Nähte habe ich noch mal aufgemacht. Aber irgendwie entspannt es mich auch enorm, ich kann so richtig schön versinken. Und ich will mich da auch gar nicht stressen. Was heute nicht fertig wird, wird morgen fertig - oder übermorgen.

Wie geht es Euch beim Nähen? Gehört Ihr auch zu den Nähschnecken oder fragt Ihr Euch, wie man für so ein paar Nähte so lange brauchen kann? Was ist Euch wichtig?

Sonntag, 2. Juli 2017

Sonntagstalk am 2. Juli 2017

Gekauft


Kein Stoff, nur 2 Zeitschriften durften diese Woche bei mir einziehen. Natürlich die Juli-Burda, aber auch die neue Simply nähen. In der Burda habe ich eine Bluse und eine Hose entdeckt, die ich mir gern nähen würde, in der Simply nähen ist ein tolles Top enthalten.
Ähm, hätte mal jemand ein bisschen Zeit für mich?


Genäht


Endlich ist mein Blusenprogramm gestartet. Wie angekündigt, habe ich mit "Die schöne Bluse" von Nähkind begonnen. Ich bin auch schon fast fertig, obwohl mich der flutschige Stoff und die französischen Nähte gestern den halben Samstag gekostet haben. Aber es war eh schlechtes Wetter, also passt das. Aber säumen muss ich noch. Und ich habe keinen Schimmer, wie ich das anstelle. Ob ich mich mal am Rollsaum versuche? Den Halsausschnitt will mit Wäschespitze nähen, aber da fehlt mir noch die passende Farbe für. Tja, muss ich wohl morgen in den Stoffladen. So ein Ärger aber auch...


Wenn ich das Bild so betrachte: ich muss dringend für Püppi ein passendes Shirt nähen. Das geht ja gar nicht mit dem Schriftzug drunter!

Was kommt als nächstes?
Zur Abwechslung brauche ich jetzt dringend was einfaches. So eine Sara von Pattydoo zum Beispiel. Allerdings bin ich noch unsicher, welchen Stoff ich da nehme. Irgendwas fluffiges darf es gern sein. Ich hatte ja eigentlich meinen dunkelroten japanischen Stoff dafür im Auge, habe aber festgestellt, dass der viel zu fest ist. Der wird wohl eher in einem Rock enden.
Und dann darf die Gloria von Milchmonster ran. Da habe ich den Stoff auch schon ausgesucht.

Endeckt


Von Pattydoo gibt es ein neues Schnittmuster, und zwar eine Sommertunika "Olivia". Die gefällt mir gut, kann ich mir z.B. in meinem Double Gauze sehr gut vorstellen.

Von Lillesol & Pelle gibt es eine neue Bluse "Marisol". Die gefällt mir auch gut, die hat vorn eine interessante Falte und einen schönen Ausschnitt. Hat jemand von Euch schon Erfahrung mit den Lillesol & Pelle Schnittmustern und kann mir erzählen, wie die so sind?

Meine liebe Freundin Anya hat mir heute einen Link zu einer Seite mit Vintage-Schnittmustern geschickt. Also jedenfalls sieht man dort die Bilder der Schnitte, die Schnitte selbst bekommen man dort nicht. Aber es macht richtig Spaß dort zu störbern und die Bilder zu betrachten. Ich mag die Designs der 40er und 50er so gern! Irgendwann, wenn ich mal richtig nähen kann ... ;-)

Frau Feierabend von Feierabendfrickeleien hat eine tolle Serie ins Leben gerufen. Als Antwort auf diverse merkwürdige Anfragen von Schnitterstellern, doch möglichst umsonst Content zu liefern ("sind ja nur Bilder...") lässt sie BloggerInnen zu Wort kommen, die erzählen, was es bedeutet, einen Blog-Beitrag zu erstellen. Man kann also man ein bisschen hinter die Kulissen gucken. Das finde ich total interessant und ich unterstütze den Aufruf "Sei Dir was wert!" total. Heute z.B. berichtet Frau Jetztkochtsie, die in ihrem Blog ja über einen bunten Blumenstrauß an Themen schreibt.

Gedacht


Unter anderem durch diese merkwürdigen Aufrufe, die ich ja auch mitbekommen habe, habe ich mir ein paar Gedanken über die Nähblogger-Welt gemacht. Das hier ist ja nicht mein erster Blog, sondern ich habe eine Weile auch schon einen Foodblog betrieben. Die FoodieBlogger-Welt wirkt auf mich schon deutlich professioneller und natürlich viel größer. Fuß zu fassen war schwer, erst recht, wenn man es als reines Hobby betrieben will, ohne jede Woche viele Stunden reinzustecken. Dann wurde man fast nicht wahr genommen.

Zumindest die deutsche Nähblogger-Welt ist noch ein bisschen in den Kinderschuhen, es gibt vergleichsweise wenige Blogs, die richtig hochwertig wirken und noch weniger davon werden professionell betrieben. So richtig Geld verdienen wird damit vermutlich kaum jemand. Eigentlich ist mir das ganz sympathisch. Man kann ganz gut Fuß fassen, man lernt schnell andere Bloggerinnen kennen und die Atmosphäre ist im Wesentlichen freundlich und unterstützend. Ich bin gespannt, wie es weiter geht und wie sich die Szene entwickeln wird.

Ich hätte gern ein paar mehr Nähblogs auf meiner Leseliste. Postet mir doch gern die Links zu Euren Blogs!

Mittwoch, 28. Juni 2017

Rock Hollyburn

Endlich ist er fertig, mein neuer Lieblingsrock! Hier hatte ich ja bereits über das Probenähen berichtet und nun hat es noch einmal eine ganze Weile gedauert, bis ich endlich dazu gekommen bin, meinen Wunschstoff anzuschneiden.

Hollyburn Rock


Der Stoff


Den Stoff habe ich bereits im Frühjahr während des Schlussverkaufs bei idee erstanden. Ich meine, er hat 14 Euro pro Meter gekostet. Es handelt sich hier um einen leichten gewebten Stoff mit etwas Stand. Das Besondere an dem Stoff ist, dass er von beiden Seiten verwendet werden kann. Ich habe mich für die grün-braun Seite als Vorderseite entschieden und die creme-farbene Rückseite für die Akzente an den Taschen und dem Bund genutzt.

Ich habe 1,40 m gehabt und das war schon etwas knapp, eine Tasche musste ich quer zum Fadenlauf schneiden, das war aber nicht so dramatisch, das Muster macht das mit.

Wenn Ihr den Stoff sucht, ich habe ihn noch bei Dawanda gefunden, unter dem Stichwort "Edelweißstoff" gibt es ihn in mehreren Farben.

Hollyburn Rock


Das Nähen


Dank Probemodell wusste ich ja, wie es geht. Allerdings hatte ich wieder einen Knoten im Kopf bei den Taschen, das umklappen in die andere Richtung ging dann doch wieder zwei Mal schief und der Nahttrenner lief wieder heiß.

Der Rest hat dann aber gut funktioniert. Im Gegensatz zum Probeteil habe ich dieses Mal die mittellange Variante gewählt und bin damit sehr zufrieden. Genau meine Länge!

Beim Probemodell hatte ich ja noch die Nahzugabe der Seitennähte verringert, das hatte zur Folge, dass der Rock etwas weit war und zu tief auf der Hüfte saß. Darauf habe ich dieses Mal verzichtet und die Passform ist nun super. Der Rock ist weder zu eng, noch zu weit und sitzt genau da, wo er hin soll.

Außerdem habe ich alle Kanten vorher versäubert, der Stoff franzt wirklich stark aus. Da war ich dann sehr glücklich, einen Overlockfuß zu nutzen, der sorgt dafür, dass der Stoff sich nicht verschiebt und man immer an der Kante näht.

Den Saum habe ich mit einem Zickzackstich genäht. Aufgrund des Musters und des farblich passenden Garns sieht man den Stich gar nicht und ich musste mir nicht die Arbeit machen, von Hand blind zu nähen. Das hasse ich nämlich!

Hollyburn Rock Taschen und Reißverschluss


Was ich gelernt habe


Von den Taschen abgesehen, habe ich das erste Mal mit einem Bund-Vlies gearbeitet. Das verstärkt den Bund etwas und er wird durch die vorgegebenen Ausstanzungen schön gerade. Allerdings sollte man schauen, dass man die richtige Breite erwischt. Meins war etwas schmaler als im Schnittmuster vorgegeben, als habe ich den Bund dann auch etwas abgeschnitten. Sowohl beim Proberock als auch hier habe ich gemerkt, dass ich einen etwas längeren Rockbund brauche. Also lieber erst etwas länger schneiden, Rock nähen und dann abstecken und testen. Abschneiden kann man immer noch!

Außerdem habe ich mich hier wieder an einem nahtverdeckenem Reißverschluss probiert. Wie Ihr seht, ist er nicht ganz perfekt, der Bund ist nicht ganz auf gleicher Höhe. Aber dafür liegt er schön glatt und und der RV ist wirklich kaum zu sehen. Doch, auf das Ergebnis bin ich schon stolz!

Hollyburn Rock


Die Fakten


Schnitt: Rock Hollyburn von Sewaholic Patterns. Die Anleitung ist in Englisch, aber gut bebildert. Mit ein bisschen Googeln bei unbekannten Nähbegriffen schafft man das auch als Anfänger. Hier gäbe es aber auch eine deutsche Übersetzung (ohne Schnittmuster!).

Stoff: Doppelt gewebter Stoff in grün-braun mit creme-farbenen Edelweiß-Blüten.

Anpassungen: Der Bund ist etwas weiter als im Schnittmuster angegeben. Sonst passt alles und ich würde ihn wieder so nähen.

Fazit: Ich bin happy. Ich glaube, ich habe hier einen tollen Schnitt gefunden, der mir gut steht. Ich kann mir gut vorstellen, ihn im Winter noch einmal aus einem Wollstoff zu nähen.

Mit dem Beitrag bin ich dabei beim Me Made Mittwoch. Bitte schaut Euch auch die anderen Werke dort an!

Sonntag, 25. Juni 2017

Sonntagstalk am 25. Juni 2017

Gekauft


Bei Alles für Selbermacher gibt es diese unglaublich süßen Turnbeutel. Und da unser Tanzschulbeutel so richtig oll sind, habe ich die Tanzbärin für mich und den Superhelden für den besten Grillmeister der Welt besteht.

Ansonsten war ich brav.

Genäht


Mein Rock ist gestern endlich fertig geworden, den zeig ich euch demnächst, es gibt noch keine hübschen Fotos. Aber mal kurz gucken dürft Ihr schon:


Und die Turnbeutel sind auch schon fertig. Die lassen sich total schnell nähen und sind so super süß! Ich habe sie allerdings noch mit einem Jersey-Innenbeutel ausgestattet, den ich zuvor mit Vlieseline verstärkt habe. So sind die Schuhe noch ein bisschen besser geschützt.



Und wie geht's weiter? Wie versprochen, Blusen sind am Start. Die schöne Bluse von Nähkind steht in den Startlöchern. Das Schnittmuster ist schon fertig geschnitten. Ich glaube, ich werde den Stoff hier nehmen. Den habe ich aus Lissabon mitgebraucht. Ein wirklich dünner Blusenstoff - bisher habe ich so einen Stoff noch nicht genäht und ich bin sehr gespannt, wie ich damit klar komme!


Gedacht


Beim Nähen des Rocks hatte ich richtig Spaß, ich bin richtig drin versunken und aufgegangen. Und ich habe total viel gelernt: wie das mit den Taschen funktioniert, wie ich einen Bund sauber annähen kann, wie ich Baumwollstoffe ordentlich versäubern kann, wie ein nahtverdeckener Reißverschluss funktioniert. Das ist alles unglaublich befriedigend.

Und ich habe festgestellt, dass mir diese Herausforderung gefällt. Bevor ich angefangen habe, war ich ein bisschen panisch: so viele neue Sachen und ob das dann überhaupt passt? So mimimi halt. Und dann fummelt man und näht und trennt wieder auf und probiert es noch einmal und plötzlich geht es und am Ende ist man glücklich. Noch einmal einen Schwups mehr, als wenn ich "nur" ein paar Jersey-Teile zu einem Shirt zusammen tackere. Klar, das geht viel schneller, aber eigentlich fast zu schnell. Kaum ausgeschnitten und die Nähmaschine angeworfen und schon wieder vorbei!
Ich glaube, ich bin jetzt an einem Punkt, wo ich mir weitere Herausforderungen suchen kann. Burda ich komme!

Entdeckt


Auf dem Bild mit dem Rock habt Ihr es ja bestimmt schon gesehen, hier steht endlich auch eine Schneiderpuppe.
Meine liebe Schwägerin müsste sich nämlich leider kurzfristig verkleinern und hat derzeit keinen Platz für ihr Schneiderpuppen. Da habe ich dieser Lady hier großzügig Asyl angeboten. Ich habe sie noch nicht perfekt eingestellt und Madamchen hat zu wenig Oberweite, aber da kann man ja noch was tun. Und natürlich wird sie noch ein passenderes Shirt bekommen, das ihre Kurven so richtig schön betont.

Auf meinem Blog gibt es auch eine kleine Neuigkeit, nämlich einen Nähplan, also Schnittmuster, die ich in nächster Zeit nähen will. Passend dazu, habe ich einen interessanten Artikel bei Seemansgarn Handmade gefunden, nämlich wie man ein Bulletjournal für's Nähen nutzen kann. Tatsächlich mache ich das auch schon, ich schreibe dort rein, was ich so nähen will. Zeichnen kann ich nicht so gut :-) aber eigentlich finde ich die Idee ziemlich Klasse, gerade bei etwas komplexeren Schnitten mit einer kleinen Skizze vorauszuplanen, wie man vorgehen will und was man beachten will. Auch die Wunschlisten-Seite finde ich total süß.

Sidney vom Block Occupatio hat ein tolles Tutorial geschrieben, wie man Pattydoo's Ella ohne Taillennaht nähen kann. Sieht gut aus und will ich auch unbedingt noch probieren. Vielleicht für ein Sommerkleid für den Urlaub?

Ein neues hübsches Kleider-Schnittmuster namens "Lycka" gibt es von Lillestoff. Das brauche ich unbedingt für den Urlaub!

Sonntag, 11. Juni 2017

Sonntagstalk am 11. Juni 2017

Gekauft


Bei Milchmonster gab es die Tage eine 50%-Aktion. Da Frau Feierabend von feierabendfrickeleien in letzter Zeit so häufig vom Schnitt Gloria geschwärmt hat und da echt tolle Stücke zeigt, habe ich einfach mal zugeschlagen und mir alle Schnitte zugelegt, die mir gefallen. Also einige...

Und dann brauchte ich noch einen Kombistoff für ein Geheimprojekt. Also war ich mal wieder bei idee und hab ich einen halben Meter dunkelbraune Baumwolle gekauft. Und schwarzen Jersey. Was es wird, kann ich leider noch nicht verraten, da müsst Ihr Euch noch ein wenig gedulden.

Genäht


Meinen Hollyburn Proberock habe ich ja diese Woche schon gezeigt.

Und die finale Version ist auch schon fast fertig. Nur zum Säumen hatte ich gestern keine Lust mehr. Kleine Sneak Peak gefällt?



Und wenn der Rock fertig ist, geht's an die Blusenproduktion.
Die "Schöne Bluse" von Nähkind mache ich zuerst, allerdings habe ich mich noch nicht für einen Stoff entschieden. Die Auswahl ist groß:


Und danach?
Die Prachtmädchen gefällt mir auch gut. Und in der letzten Burda waren einige Blusen drin, die mir gefallen, z.B. die Schluppenbluse (zu der es ja sogar eine ausführliche Beschreibung im Heft gibt!). Die könnte ich mir mit dem Schwalbencrepe sehr schön vorstellen.



Entdeckt


Den Hollyburn Rock habe ich ja nach einer englischen Anleitung genäht. Auch wenn ich fließend Englisch spreche, war das schon eine kleine Herausforderung, denn mein deutsches Nähvokabular ist ja noch recht dürftig, von meinem englischen ganz zu schweigen. Nach ein bißchen googeln hab ich diese Übersetzung gefunden, die mir ganz gut geholfen hat.

Nächstes Wochenende ist Stoffmarkt in Potsdam. Eigentlich hab ich ja mehr als genug Stoffe. Aber ich hab total Lust drauf...

Achja, und Nadis Nadeln findet Ihr jetzt auch auf Instagram! Ich freue mich auf Besucher und verlinkt mir gern Eure Accounts!

Habt Ihr noch ein paar Empfehlungen für Blusenschnittmuster für mich? Immer her damit in die Kommentare!

Dienstag, 6. Juni 2017

Rock Hollyburn - der Proberock

Letzten Sonntag habe ich dann endlich das Probeteil des Rocks Hollyburn genäht. Da es erster Rock und mein erstes Kleidungsstück aus Webware werden sollte, wolle ich nicht gleich mit meinem Wunschstoff loslegen, sondern erst einmal testen. Schon vor einer ganzen Weile hatte ich von IKEA weißen Baumwollstoff mitgenommen - genau für solche Zwecke.



Hollyburn gibt es in drei Längen und ich habe erst einmal die längste Variante gewählt.

Ausgeschnitten war recht schnell, man braucht ja nicht viel:
2 Taschen, 2x das Vorderteil, 2x das Rückteil und den Bund.

Das Nähen ist eigentlich auch nicht schwierig, aber irgendwie hab ich mich extrem doof angestellt dieses Mal. Wirklich fast jede Naht habe ich 2x gemacht:

  • die Taschen habe ich auf der falschen Seite zusammen genäht
  • Vorder- und Rückteil auf der falschen Seite zusammen genäht
  • Vorder- und Rückteil zwar auf der richtigen Seite zusammen genäht, aber links auf links
  • erste Reißverschlussseite auch rechts auf links
  • zweite Reißverschlussseite zu tief

Ich glaube, ich habe noch nie so viel aufgetrennt! Schuld war auch ein bisschen der Stoff, weil der auf beiden Seiten gleich aussieht. Naja, und da ich wusste, das wird nur ein Probestoff, war ich wohl auch einfach mal unkonzentriert.



Auch wenn ich an der einen oder anderen Stelle abgekürzt habe (nicht alle Kanten versäubert, nicht versäumt und Bund nicht verstärkt), ist der Rock gar nicht so schlecht geworden. Erst dachte ich noch, den Rock würde ich eh nicht tragen, aber mit der richtigen Wäsche drunter und einem passenden Shirt sieht er gar nicht so schlecht aus, oder? Ich würde ihn noch ein Stück kürzen und vielleicht sogar färben, aber dann wäre der Rock sogar tragbar.

Und was will ich anders machen für den finalen Rock? Statt der langen Variante würde ich doch die etwas kürzere Variante nähen. Außerdem hatte ich bei den zwei Seitennähten die Nahtzugabe etwas ausgelassen, weil ich Angst hatte, dass der Rock zur eng werden würde. Aber das ist eher nicht notwendig. Etwas enger wäre ganz gut, dann würde der Rock noch stärker in der Taille sitzen.

Ausgewählt habe ich einen hübschen gewebten Stoff, den ich im Winterschlussverkauf bei idee gekauft habe. Ich habe 1,40 Länge und die reichen genau für die mittlere Rocklänge.


Sonntag, 4. Juni 2017

Sonntagstalk am 4. Juni 2017

Gekauft


Fast nichts.

Für das Reiseetui (siehe weiter unten) brauchte ich ein paar Zutaten. Also habe ich ein Stück Kork und etwas rotes Kunstleder gekauft.
Und da das mit einem Plastik-Druckknopf verschlossen werden sollte, brauchte ich auch noch eine Druckknopf-Zange dafür. Und das Snaps-Werkzeug. Und die Durckknöpfe.
Und dann war da die Zickzackschwere im Angebot.

Öhm, und dann hat Schnittgeflüster für ihre neue Kollektion ein Schnittmusterheft rausgebracht. Das ist wunderschön gestaltet, enthält 8 Schnittmuster, ausführliche Nähanleitungen und viele Fotos mit unterschiedlichen Models. Gefällt mir von der Aufmachung her total gut und habe ich gleich gekauft. Nach 2 Tagen hatte ich es im Briefkasten.

Cover und Innenseite des Schnittmusterhefts von Schnittgeflüster


Seufz. Also fast nichts....

Genäht


Ein Reiseetui ist diese Woche entstanden. Das bekam meine Mama diese Woche zum Geburtstag. Ich habe zum ersten Mal mit Kunstleder genäht. Und zum ersten Mal mit Kork. Das ging eigentlich ganz gut. Irgendwie habe ich nur versäumt, vernünftige Fotos von zu machen.

Reiseetui von Pattydoo


Außerdem habe ich mit dem Hollyburn Rock angefangen. Jedenfalls habe ich das Schnittmuster schon erstellt und für das Probestück aus billigem Stoff von IKEA geschnitten. Ich habe mich erst einmal für die lange Variante entschieden. Ich bin gespannt, wie es wird. Beim Durchlesen der Schnittmusterbeschreibung hatte ich schon Probleme zu verstehen, was da von mir gewollt ist. Aber ich schau einfach mal, wenn ich die Teile habe. Meistens ergibt sich das ja, wenn man einmal dabei ist.
Ich fürchte, mit dem Rock werde ich noch eine Weile zu Gange sein. Und danach dann endlich Blusen!

Schnittmusterteil des Rocks Hollyburn


Dabei habe ich das erste Mal Schnittmusterfolie von Burda entdeckt. Bäh. Schrecklich. Die rutscht und flutscht nur so auf dem Stoff hin und her und dann sieht man sie kaum, weil sie halt durchsichtig ist. Prompt habe ich dann beim ersten Stück Stoff ausschneiden auch noch hübsche Keile in die anderen Schnittmusterteile geschnitten. Das Resultat seht Ihr oben.

Ne, ist nix für mich, ich nehme dann doch lieber das gute alte Schnittmusterpapier. Momentan habe ich welches auf der Rolle in der Hoffnung, da weniger Abfälle als bei den Papierbögen zu haben. Gefällt mir von der Haptik her sehr gut.

Entdeckt


Von Pattydoo gibt es ein neues Video, dieses Mal zum Thema Nähen mit Jersey. Das kann ich nur empfehlen, das ist total interessant und auch sehr gut gemacht. Neben der Erläuterung diverser Jerseyarten gibt es ganz viele Tipps und Tricks, wie man mit Jersey zurecht kommt.

Und dann wurde mir ja unter meinem letzten Post die Nähcommunity Sewunity empfohlen. Da kann man angeben, welche Schnittmuster man hat, Fotos zu genähten Werken hochladen und eine to do-Liste erstellen. Klingt spannend, schaue ich mir gern mal an. So eine nette Nähcommunity fehlt mir noch. Bisher kenne ich ja nur die Facebookgruppen. Naja, und Facebook halt...

Seid Ihr Mitglied bei Sewunity? Schreibt mir doch bitte, unter welchem Namen ich Euch finden kann. Oder kennt Ihr noch andere tolle Näh-Communities?

Mittwoch, 24. Mai 2017

Stoffinventur mit der App Cora

Ich gestehe, ich bin ein kleiner Monk. Ich liebe es, Listen zu erstellen und Dinge zu katalogisieren. Und dann kann man so schöne Statistiken bilden über Menge und Preise und Zeit und überhaupt. So geht's mir auch mit meinen Stoffen und schon von Anfang an suche ich nach einer Möglichkeit, meine Stoffe zu inventarisieren.

Vor einer Weile habe ich mir einen kleine Ordner angelegt und angefangen, kleine Stoffquadrate zu schneiden, auf Papier zu heften und ein paar Informationen dazu zu schreiben: wo gekauft, wie viel bezahlt, wie Stoff und wie verarbeitet.
Allerdings macht das Arbeit und man hat den Ordner natürlich genau dann, wenn man im Stoffladen steht und wissen möchte, welche Kombistoffe man eventuell hat.

Irgendwo hab ich nun vor einer Weile von der App Cora gelesen und natürlich gleich mal in der Probeversion runtergeladen. 5 Stoffe kann man in dieser Version runterladen. Mir hat's gefallen und ich hab mir das Upgrade zur Vollversion für 7,99 Euro gegönnt - Ihr werdet gleich sehen, für den Leistungsumfang ist das nicht viel.

Ich nutze die App auf meinem IPhone. Ich konnte nicht herausfinden, ob es die App auch für andere Systeme gibt.

Die App ist bisher nur in Englisch verfügbar. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das für Euch ein Problem darstellt, die meisten Begriffe kennt man sicherlich auch ohne Englisch studiert haben zu müssen.

Stoffe anzeigen lassen


Aber genug geplaudert, ich zeig Euch erst mal, wie sich die Stoffe in der Übersicht darstellen:
man kann sie sich entweder in einer Liste oder in einer Kachelansicht darstellen lassen. In der Liste sieht man insgesamt weniger Stoffe, dafür ist das Bild pro Stoff natürlich größer. In der Kachelansicht hat man dagegen einen größeren Überblick über seine Stoffe.

erfasste Stoffe anschauen

Mehr als 24 Stoffe passen aber auch nicht in die Kachelansicht. Da hilft es, dass man die Ansicht sortieren kann, z.B. nach Alter, nach Farben oder nach Typ. Wenn ich z.B. sehen will, welche Stoffe zusammen passen könnten, sortiere ich nach Farben und schon sehe ich alle blauen Stoffe nebeneinander.

Alternativ kann man aber auch nach vorgegebenen Kriterien filtern, z.B. nach Materialart. Wenn ich sofort losnähen will, filter ich nach bereits gewaschenen Stoffen.
Und wenn das alles nicht hilft, kann man auch einfach nach eigenen Begriffen suchen. Die Suche funktioniert dabei in allen Feldern, sogar im Freitextfeld. Hier im Beispiel habe ich nach Stoffen gesucht, die ich bei Rotznasen und Zuckerschnuten gekauft habe und schon zeigt er mir alle Stoffe von dort an.

Die Sterne sind übrigens für die Favoriten gedacht - ich nutze sie aber für die Stoffe, die ich bereits eingesetzt habe. Das erleichtert mir das wiederfinden ungemein.

Sortieren, Filtern und Suchen in der App

Stoffe erfassen


Und wie kommen die Stoffe nun in die App?

Man drückt auf das Plus am unteren Rand der App schon ist man in der Eingabemaske. Zuerst kann man das Foto erfassen, entweder indem man ein Foto macht oder indem man ein Foto aus den Alben auswählt. Allerdings funktioniert das bei mir mit der Kamera aus der App heraus nicht, deshalb fotografiere ich zuerst alle Stoffe und wähle dann in der App das Bild aus.

Noch ein Tipp zum Fotografieren der Stoffe: wenn man die Kamera nur auf den Stoff hält, wird die Farbe oft falsch dargestellt, inbesondere wenn kein weiß oder schwarz im Stoff enthalten ist. Das liegt daran, dass der Kamera der Bezugswert fehlt. Es hilft dann, den Stoff auf einen weißen Hintergrund zu legen und einen kleinen Streifen weiß mitzufotografieren. Dadurch wird die Farbwiedergabe deutlich besser. Den Streifen kann man dann ja immer noch wieder wegschneiden.

Die App macht es einem super-einfach, alle Infos zu erfassen, weil man schon einmal benutzte Wörter wieder angeboten bekommt. Auf dem Bild wird mir z.B. Rosa und Rot als Farben angeboten, sobald ich das R eintippe.

Stoffinfos eingeben

Und was kann man alles erfassen? Naja, quasi alles, was zum Stoff gehört:

  • in welchem Stoff liegt der Stoff und ist er bereits gewaschen?
  • um welche Stoffart handelt es sich?
  • was für ein Design befindet sich auf dem Stoff und in welchen Farben?
  • wo und wann wurde der Stoff gekauft, in welcher Länge und wie viel wurde bezahlt?
  • von welchem Designer ist der Stoff und wie heißt er?
  • und schließlich gibt es noch ein Freitextfeld, wo man beliebige Informationen eintragen kann. Ich nutze das Feld, um eventuell bereits bestehende Nähpläne festzuhalten oder ob ich den Stoff bereits vernäht habe

Stoffinformationen erfassen

Und schließlich gibt es auch noch eine ganz gemeine Ansicht: sie zeigt nämlich an, wie viel Stoff man eigentlich hat. Sowohl die Anzahl als auch die Gesamtlänge. Uff. Ich weiß gar nicht, ob ich das wirklich so genau wissen wollte. Ist doch ganz schön viel, dabei hab ich noch nicht mal alles erfasst.
Aber ich wäre ja nicht Statistik-Freak, wenn mir genau die Ansicht nicht doch gefallen würde.

Ansicht My Stash

Kennt Ihr die App schon? Oder wie behaltet Ihr den Überblick? Vielleicht ist Euch ja auch gar nicht so wichtig und Ihr wählt ganz spontan vor dem Schrank aus, welchen Stoff Ihr verwenden wollt? Erzählt mir doch bitte in den Kommentaren, wie Ihr vorgeht.
Und wenn Ihr noch einen Tipp für mich habt, wie ich Überblick über meine Schnittmustersammlung bekommen kann, dann bitte immer her damit!

Sonntag, 21. Mai 2017

Sonntagstalk am 21. Mai 2017

Schon wieder eine Woche rum und die Zeit rast!

Gekauft


Yep, hab ich. Da ich hier aber gewisse Mitleser habe, darf ich leider nicht viel verraten. Für alle Nähinsider sage ich nur: Shapelines!

Genäht


Bisher noch gar nichts diese Woche.
Auf dem Plan steht ja als nächstes ein Hollyburn Rock von sewaholic pattern. Den werde ich erst einmal in einem Probestoff nähen, ich habe nämlich noch keinen Rock genäht bisher und schon gar nicht mit Webware. Da die aber deutlich weniger verzeiht, also der gutmütige Jersey, muss ich erst einmal herausfinden, wie das so funktioniert und vor allem  ob die Passform auch meinen Rundungen entspricht.
Und dann will da auch noch ein nahtverdeckter Reißverschluss eingenäht werden, auch das wird eine Premiere.

Den Rock gibt es in drei Längen, ich werde jetzt erst einmal bei anderen Näh-Bloggerinnen stöbern, wie die einzelnen Längen so aussehen.
- bei Marja Katz gibt es ein besonders schönes Beispiel, hier sitzt der Rock aber eher auf der Hüfte, nicht in der Taille
- Frau Knopf nähte schon ganz viele verschiedene Modelle, hier kann man sich ganz wunderbar Ideen holen

Wenn das Probemodell sitzt, möchte ich meinen schönen hellbraunen Stoff mit den kleinen Edelweißblumen drauf verwenden. Den habe ich im Winterschlussverkauf bei idee bekommen.

Sprich: ich werde die nächste 2-3 Woche damit zu tun haben.

zwischendurch muss ich noch ein Geburtstagsgeschenk fûr meine Mutter nähen, sie reist ja sehr viel und da wäre das Reiseetui von Pattydoo perfekt.

Mittwoch, 17. Mai 2017

Ella mit amerikanischem Ausschnitt

Nachdem mir meine Apfel-Ella schon so gut gefallen hat, wollte ich unbedingt noch ein weiteres Modell ausprobieren, dieses Mal unbedingt mit dem Taillenband und dem amerikanischem Ausschnitt.

Schnittmuster Ella von Pattydoo mit amerikanischem Ausschnitt

Der Stoff

Auf dem Stoffmarkt habe ich einen schönen leichten Jacquard-Stoff gefunden. Er hat mit dunkelblau, hellblau und weiß schöne klare Farben und ist darin leicht strukturiert. Der Stoff ist gut dehnbar, ich hab ein bisschen die Befürchtung, dass er schnell ausleiern könnte, da werde ich vor allem beim Waschen aufpassen müssen

Zum Stoffkauf gibt es eine recht witzige Geschichte: an einem Stand auf dem Stoffmarkt habe ich nach langem Suchen endlich den perfekten Jacquard gefunden. Den Ballen hatte ich schon in der Hand und wollte ihn gerade der Verkäuferin zum Abschneiden geben. Allerdings war vor mir noch eine andere Kundin dran. Eigentlich wollte diese nur ein Schnittmuster und zeigte dann auch noch genau auf "meinen" Ballen und wollte davon auch 2m. Die Verkäuferin fragte, wie viel ich wollte, tja leider hätte es mit meinen gewünschten 2m nicht mehr für uns beide gereicht. Die andere Kundin war dann schnell bereit davon zurück treten und nur das Schnittmuster nehmen - sie war sich eh nicht sicher, ob der Stoff der Richtige wäre. Das aber wiederum wollte die Verkäuferin nicht. Schnittmuster gäbe es nur, wenn man auch Stoff kaufen würde. Also haben wir einfach einen Deal gemacht. Ich habe Stoff und Schnittmuster erworben und sie hat mir das Schnittmuster dann abgekauft. So hatten wir beide, was wir wollten.

Für das Taillenband und das Bündchen am Ausschnitt habe ich einen passenden dunkelblauen Jersey gefunden. Den gab es bei Rotznasen und Zuckerschnuten als Reststück. Ich hätte gern mehr davon, der fässt sich nämlich toll an! Für den Saum habe ich Schrägband in gleicher Farbe aus Baumwollwebstoff gekauft.

Schnittmuster Ella von Pattydoo mit amerikanischem Ausschnitt

Das Nähen


Ich habe mir ja dieses Mal den amerikanischen Ausschnitt ausgesucht. Nachdem es ein paar Mal nicht so gut gelaufen ist, habe ich ja riesigen Respekt vor Ausschnitten und ich habe mir wirklich viel Mühe gegeben, das Jersey-Bündchen gleichmäßig zu verteilen und beim Annähen wirklich nur das zu dehnen und bloß nicht den Kleiderstoff. Und, yeah, es ist wirklich gut geworden und das Bündchen liegt richtig schön an.

Den amerikanischen Ausschnitt zu nähen, war dann nicht sehr schwer, einfach Rückteil auf Vorderteil legen und nicht oben aneinander nähen, sondern an der Armkugel. Beim Anziehen habe ich dann gemerkt, dass Vorder- und Rückteil ein bisschen auseinander rutschen. Damit das nicht mehr passiert, habe ich beide Teile noch einmal direkt in der Bündchennaht aufeinander genäht: sitzt, wackelt und hat Luft!

Schnittmuster Ella von Pattydoo mit amerikanischem Ausschnitt


Das Taillenband annähen ging auch problemlos, einfach gut gesteckt und genäht, fertig. Die Nähte sitzen auch perfekt aufeinander. Ich fummel immer ziemlich lange, bis ich halbwegs sicher bin, dass die Nähte aneinander stoßen und stecke mit mindestens zwei Nadeln fest, aber es zahlt sich dann doch aus.

Eine Herausforderung war dann noch mal der Saum. Ich habe nicht dehnbares Schrägband gekauft uuund ich habe meinen Schrägbandeinfasser ausprobiert. Und was soll ich sagen, es flutschte nur so. Endlich mal ein Schrägband, wo nichts rausrutscht und die Naht einfach nur perfekt gerade sitzt. Ich stell den Schrägbandeinfasser in einem späteren Posting noch einmal genauer vor. Da das Schrägband nicht dehnbar ist, schwingt der Saum leicht nach außen. Aber eigentlich finde ich, dass das gut zu dem Kleid passt.

Die Ärmelsäume wollte ich eigentlich auch wieder mit der Zwillingsnadel säumen. Aber der Stoff ist sehr weich und die Naht sah nicht gut aus, es hat den Stoff zu sehr zusammen gezogen. So habe ich ein paar Ziernähte probiert und dann einen Stich gefunden, der gut zum Muster passt. Immer gut, sowas erst auf einem Stück Probestoff zu testen!

Schnittmuster Ella von Pattydoo mit amerikanischem Ausschnitt


Schnitt: Ella von Pattydoo

Stoff: Jaquard vom Stoffmarkt, leider habe ich mir den Verkäufer nicht gemerkt. Wirklich schade, der Händler hatte so eine tolle Auswahl, ich hätte sehr gern mehr davon!

Anpassungen: eigentlich keine, höchstens indirekt, weil ich den Saum ja nicht nicht umgeschlagen und festgenäht habe, sondern mit Schrägband eingefasst. Dadurch ist der Rock natürlich länger als vorgesehen. Aber die Länge gefällt mir gut so, ich fühle mich sehr wohl in den Kleid.

Fazit: Ich freue mich sehr über das Kleid, eins meiner besten Werke bisher. Es ging diesmal nichts schief. Keine Naht musste aufgetrennt werden. Ich merke, wie ich mit jedem genähten Schnitt besser werde und mehr Erfahrung habe, die ich einsetzen kann. Ein großartiges Gefühl!

Schnittmuster Ella von Pattydoo mit amerikanischem Ausschnitt

Montag, 15. Mai 2017

Kleine Nähfußkunde


Eigentlich wollte ich mir nur einen Schrägbandfuß kaufen. Dann habe ich aber bei Amazon diese Box mit verschiedenen Nähfüßen gefunden, die unter anderem auch einen Schrägbandfuß enthielt. Da der Verkäufer bisher gute Bewertungen erhalten hat und die Rezensionen gut waren, habe ich gleich die ganz Box genommen.



In der Box sind 32 verschiedene Nähfüße enthalten. Die Nähfüße sind liegen in Schaumstoffausbuchtungen und sind somit gut und sicher verpackt.

Passen die Füße auf meine Nähmaschine?


Die Füße werden mit dem "Snap-on" Mechanismus an die Maschine gesteckt. Der Steg, an dem sich der Nähfußhalter "festkrallt" ist ca 5 mm breit. Das heißt die meisten modernen Maschinen, die man heute im Handel erhält, sollten kompatibel sein. Bei Amazon werden brother, Singer, Privileg, AEG, Janome, Juki, Toyota und Husqvarna genannt. Eine Kundin schreibt, dass sie bei ihrer der Pfaff tipmatic (mit IDT-System) nicht passen. Ich meine, Bernina hat auch ein eigenes System.


Wofür braucht man 32 Nähfüße?


Einige Nähfüße sehen arg merkwürdig aus. Aber glücklicher Weise ist auf den Deckel eine Übersicht mit englischen Bezeichnungen abgedruckt. Ich habe mir mal die Mühe gemacht und mir zu jeder Bezeichnung eine deutsche Übersetzung gesucht. Dazu habe ich die Füße auf dem Foto unten durchnummeriert.

Ich werde auch versuchen, alle Fäße nach und nach auszuprobieren. Die jeweiligen Posts verlinke ich dann hier.


Erste Reihe:

1. Braiding Foot = Bandannähfuß, zum Annähen von bis zum 6 mm breiten Bändern oder Gummibändern

2. Fringe Foot = Fransenfuß, erzeugt kleine Fransen

3. 5 Hole Cording Foot = Kordelnähfuß für 5 Kordeln

4. 7 Hole Cording Foot = Kordelnähfuß für 7 Kordeln

5. Edge Joining Foot = Kantennähfuß zum Nähen dicht an der Kante

6. 1/4'' Quilting Foot = 1/4 Inch Quiltfuß

7. Straight Stitch Foot = Geradstich-Fuß

Zweite Reihe:

8. Open Toe Embroidery Foot = offener Fuß zum Sticken

9. Round Beat Foot

10. Zig Zag Foot = Zickzackfuß

11. Cording Foot = Kordelnähfuß

12. 1/4'' Quilting Foot = 1/4 Inch Quiltfuß

13. 9-Groove Pintuck Foot = Biesenfuß für 9 Biesen

14. Qvercast Foot = Overlockfuß

Dritte Reihe:

15. Stitch Guide Foot = Stichführungsfuß mit kleinem Lineal zum exakten Führen an Kanten

16. 5-Groove Pintuck Foot = Biesenfuß für 5 Biesen

17. Satin Stitch Foot = Satinstich für dichte Satinstiche

18. Jaguar = Kordelnähfuß?

19. Double Welting Foot

20. Invisble Foot = Reißverschlussfuß für unsichtbare Reißverschlüsse

21. Roller Foot = Rollenfuß, zum besseren Transportieren glatter Stoffe, z.B. Kunstleder oder beschichteter Stoffe

Vierte Reihe:

22. Blind Stitch Foot = Blindstichfuß zum Annähen von Säumen

23. (A9) Applique foot = Applizierfuß (9 mm), durchsichtig, um besser sehen zu können

24. Oben Toe Foot = offener Nähfuß für bessere Sicht beim Applizieren

25. Darning Foot = Freihandnähfuß

26. Shirring Foot = Kräuselfuß zum Kräuseln des Stoffs

27. 1/8'' Round Hemmer Foot = 1/8 Inch Rollsaum Fuß

28. Hemmer Foot = Rollsaum Fuß

Fünfte Reihe:

29. Darning Foot Low Shank = Freihandnähfuß oder Stickfuß

30. Adjustable Bias Tape Binder Foot = Schrägbandeinfasser

31. Kint (Knit?) Foot = Obertransportfuß zum besseren Tranpsort von Jersey u.ä. Stoffen

32. Zipper Foot Low Shank = Reißverschlussfuß


Ich habe für die 32 Nähfüße knapp 18 Euro bezahlt. Alle bisher ausprobierten Nähfüße funktionieren prima. Die Verarbeitung erscheint mir gut, ich habe bisher keine scharfen Kanten oder Ecken festgestellt.